Symbolfoto: Pixabay

Täglich gibt es neue Erkenntnisse und Rückschlüsse zum Krankheitsverlauf. Nun hat ein Forscher aus Bonn neue Symptome bei Infizierten entdeckt. Der Forscher Hendrik Streeck erklärte in einem Interview mit der „FAZ“. „Wir haben die Symptome erfasst und dadurch auch neue entdeckt“. Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen, sei er mit seinem Team von Haus zu Haus gegangen. „Ich bin wahrscheinlich der Virologe, der die meisten Patienten hier in Deutschland gesehen hat.“

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Bei den Besuchen und Gesprächen stellte er neue Symptome fest

Er führte mehr als 100 Untersuchungen an Patienten durch, von denen allerdings keiner als schwerer Fall eingestuft worden war.

  • Beim Großteil der erkrankten war der Geruchs- und Geschmackssinn stark gestört: „Das geht so weit, dass eine Mutter den Geruch einer vollen Windel ihres Kindes nicht wahrnehmen konnte“
  • Bei einem kleinen Teil der Erkrankten war Durchfall aufgetreten.
  • Bei 91% der Untersuchten machte sich Reizhusten und leichtes Fieber bemerkbar
  • Die allermeisten Infizierten zeigen nur sehr leichte Symptome wie bei einer Erkältung

Gerüchte aus dem Netz sind Unsinn

Gerüchte aus dem Internet nennt er Unsinn. Dort wird verbreitet, dass der Coronavirus sich aus dem bekannten Sars-Virus (sein Vorläufer) sowie HIV zusammensetze. „Richtig ist, dass der neue Erreger dem alten Sars-Virus ähnelt, deswegen wird er ja auch Sars-CoV-2 genannt. Die beiden Erreger sind zu etwa 80 Prozent genetisch miteinander verwandt.“

Sars-2 verbreitet sich zu schnell

Das Coronavirus oder Sars-2 sei aber weniger gefährlich als das ursprüngliche Sars-1. Das Problem jedoch, es verbreitet sich rasend schnell. Die Verbreitung geschieht von Rachen zu Rachen. Ein abschwächen und eine kontrollierte Verbreitung muss das oberste Ziel sein, nur so kann man es in Zukunft in den Griff bekommen.


 

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