Nachrichten Bad Kreuznach – Ob sich Kathrin Martini in diesen Wochen so fühlt als stünde sie auf der „Schwelle eines neuen Zeitalters“? Optimistische Gefühle wird die „Projektleiterin und Praxiskoordinatorin der generalistischen Pflegeausbildung“ der Stiftung kreuznacher diakonie in jeden Fall haben.

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Drei Berufe werden in einer Ausbildung zusammengefasst

„Generalistik“ ist der Fachbegriff, hinter dem eine Reform der Pflegeberufe steckt. Über diese Reform wurde lange diskutiert, nun wird sie umgesetzt. Kathrin Martini hat das für die Schulstandorte der Stiftung in Neunkirchen im Saarland sowie in Bad Kreuznach und Simmern in Rheinland-Pfalz getan. Die neuen Kurse sind voll, die 120 neuen Auszubildenden werden in den nächsten Wochen die frisch gestalteten Ausbildungshandbücher aufschlagen. Anmeldungen für den „zweiten Schwung“ im Jahr 2021 werden schon entgegengenommen.

Künftig werden bundesweit nicht mehr separat Pflegefachkräfte in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege ausgebildet. Die Ausbildung für alle drei Berufe wird nun zusammengefasst, um den Anforderungen einer modernen Patientenversorgung gerecht zu werden. Die Praxis zeigt, dass in den Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen immer mehr alte Menschen aufgenommen werden, die auch geriatrisch gepflegt werden müssen. Zeitgleich sind auch in den Altenpflegeeinrichtungen immer mehr Menschen, die akut pflegerisch betreut werden müssen. Insgesamt wird der Beruf aufgewertet und attraktiver werden.

Die Auszubildenden sind anschließend gut und breit aufgestellt

So waren auch die offenen Plätze an der Pflegeschule in Bad Kreuznach schnell besetzt: „Es gab sehr viele interne Bewerber, die ihre Praxisausbildung in den Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie absolvieren wollten. Aus diesem Grund konnten wir keine weiteren Bewerber für den Start am 1. Oktober 2020 aufnehmen. Generell sind wir aber für Kooperationen mit anderen Einrichtungen offen“, erklärt Kathrin Martini, die die vergangenen Monate damit verbracht hat, die Regelungen des Pflegeberufegesetzes mit Leben zu füllen. Sie ist Teil eines Steuerungskreises, den die Stiftung kreuznacher diakonie eingerichtet hat, um in verschiedenen Teilprojekten diese Aufgabe anzugehen.

„Die neue Ausbildung bezieht sich auf die Pflege von Menschen aller Altersstufen in unterschiedlichen Situationen und Institutionen. Sie basiert auf dem Konzept der Kompetenzorientierung mit dem Fokus auf handlungsorientierte Lernprozesse in langen Pflichteinsätzen aller Pflegebereichen“, so Martini. Die Auszubildenden sind anschließend gut und breit aufgestellt, obwohl sie sich schon zu Beginn der Ausbildung auf einen Schwerpunkt festlegen müssen. Jetzt ist fast alles bereit. Am 1. September startet der Kurs in Simmern, am 1. Oktober in Bad Kreuznach. Insgesamt mit 120 Schülern aus den Diakonie-Einrichtungen, dem Rhein-Hunsrück-Kreis, dem Kreis Bad Kreuznach und dem Saarland. „Auch einheitliche Dienstkleidung für die „Neuen Mitarbeiter“ wird es geben“, freut sich Kathrin Martini.

Über die kreuznacher diakonie

Die Stiftung kreuznacher diakonie ist Träger von Krankenhäusern, Hospizen, Senioren-, Wohnungslosen-, Kinder-, Jugend- und Familienhilfen, Sozialstationen sowie Wohnungen und Werkstätten für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Stiftung unterhält Bildungsstätten für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen. Die Stiftung kreuznacher diakonie beschäftigt rund 6.800 Mitarbeitende.

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