Quelle: Harald Krichel CC BY-SA 3.0 de

An diesem Dienstag um 14:30 Uhr gab Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler eine Pressekonferenz. Dabei äußerte sie sich zu der rasant steigenden Zahl der Coronainfektionen. Auch die weiteren Maßnahmen in Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz waren Thema der Pressekonferenz. Die komplette Pressekonferenz ist als Video unten im Artikel zu finden.


435 Fälle sind aktuell in Rheinland-Pfalz bestätigt, verkündet die Gesundheitsministerin. Das Ziel sei es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen um die Versorgung der Patienten zu gewährleisten. In den meisten Fällen verlaufe die Krankheit milde, erklärt sie. So gehe man derzeit davon aus, dass rund vier Prozent der Patienten Intensiv- oder Beatmungskapazitäten in Anspruch nehmen müssen.

Bei den Beatmungskapazitäten ist eine Erhöhung um 50 Prozent auf insgesamt 1.500 in der kommenden Zeit geplant. Das Ziel ist es, die gesamten Intensivkapazitäten zu verdoppeln. Zudem werden geplante Operationen vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben, sofern dies medizinisch vertretbar ist. Über die Verschiebung von Operationen entscheiden die Ärzte und Ärztinnen vor Ort im Einzelfall.

Bätzing-Lichtenthäler betont, dass es vor allem in der aktuellen Situation besonders wichtig ist, Blut zu spenden. Viele an dem Virus erkrankte Menschen fallen momentan als Blutspender aus. Doch die Spenden werden weiterhin dringend benötigt, um andere Patienten behandeln zu können.

Als Unterstützung für die Gesundheitsämter wurden rund 60 Ärzte aus dem Ruhestand geholt. Diese stellen sich freiwillig zur Unterstützung zur Verfügung.

Diverse Arztpraxen klagen derzeit über fehlendes Desinfektionsmittel. Die Gesundheitsministerin empfiehlt den Mediziniern, sich mit Apotheken in Verbindung zu setzen. Diese können in ihrem Labor Desinfektionsmittel herstellen. Rohstoffe dafür seien ausreichend vorhanden.

Bätzing-Lichtenthäler zu steigenden Corona-Zahlen

Live ab 14.30 Uhr: Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler äußert sich zu der steigenden Zahl an Corona-Infizierten und den Maßnahmen in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern.

Gepostet von SWR Aktuell am Dienstag, 17. März 2020