Foto Fleisch: Pixstreets

Nachrichten Überregional | Nach Tönnies und Wiesenhof wird nun wieder ein Unternehmen der Fleischproduktion in Nordrhein-Westfalen zum Corona-Hotspot. Dieses Mal traf es die Öztas Dönerproduktion GmbH & Co KG in Moers bei Duisburg.

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Ein großer Anteil der ausgewerteten Tests ist positiv

Kürzlich wurde eine Nachtestung der vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW erlassenen Reihentestungen aller Schlachtbetrieb-Mitarbeiter in NRW Anfang Mai durchgeführt. Diese Nachtestung ergab bei Öztas zunächst 17 positive Testergebnisse. Das teilte der Kreis Wesel an diesem Mittwoch mit.

Nachdem 17 der insgesamt 275 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, seien an diesem Mittwoch dann alle anwesenden Mitarbeiter getestet worden. Wie der Kreis an diesem Donnerstag mitteilte, wurden in der Zwischenzeit rund 80 der am Mittwoch durchgeführten Tests ausgewertet, davon sind 62 positiv.

Damit steigt die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Mitarbeitenden in dem Betrieb auf 79. Insgesamt wurden bei rund 200 Mitarbeitenden Abstriche vorgenommen, von denen etwa 120 Ergebnisse noch ausstehen.

Landrat Dr. Ansgar Müller dazu

„Die bisher vorliegenden Ergebnisse der Reihentestungen bei Öztas führen zu einem deutlichen und noch nicht dagewesenen Anstieg der Infektionszahlen im Kreis Wesel. Um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus im Kreis Wesel zu verhindern, empfehle ich dringend allen Bürgerinnen und Bürgern, sich an die bekannten Abstands- und Hygieneregeln zu halten und Sozialkontakte möglichst einzuschränken.“, so Dr. Müller.

Zum weiteren Vorgehen des Kreises Wesel sagte der Landrat: „Unser wichtigstes Instrument ist und bleibt die Kontaktnachverfolgung, um mögliche Infektionsketten innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu stoppen.“

„Der vorliegende Fall zeigt auch, wie wichtig es ist, mit mobilen, anlassbezogenen Reihentestungen schnell zu reagieren, wenn sich ein Ausbruchsverdacht ergibt.“, betonte er abschließend.

Betrieb wird vorläufig geschlossen

An diesem Freitag wird die Verarbeitung des noch vorhandenen Rohfleischs durch eine kleine Kernmannschaft bei Öztas unter strengsten Hygienebedingungen abgeschlossen. Danach wird der Betrieb zunächst komplett geschlossen.

Die Mitarbeitenden von Öztas sind direkt beim Unternehmen und nicht über Werkverträge angestellt. Sie leben außerdem nicht in Sammelunterkünften.

 

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