Symbolfoto: Pixabay Rawpixel

Über 70 Prozent der Deutschen wünschen sich im Alter eine individuelle Alltagsbetreuung und Pflegehilfe in den eigenen vier Wänden. Tendenz steigend. Gründe für die hohe Nachfrage sind zum einen der Wunsch, möglichst lange in vertrauter Umgebung zu bleiben, verstärkt durch die jüngsten Erfahrungen aus der Corona-Krise.

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Steigende Kosten im gesamten Pflegewesen

Dazu kommen Personalmangel bei steigenden Kosten im gesamten Pflegewesen. Zuletzt war die Eigenbeteiligung für die Betreuung im Heim im bundesweiten Schnitt auf mehr als 2.000 Euro pro Monat gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand vom 1. Juli 2020 hervor.

Professionalisierung der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft

In den letzten Jahren ist eine zunehmende Professionalisierung auf dem Markt der privaten häuslichen Betreuung zu beobachten. Waren zuerst noch private Annoncen vorherrschend, hat sich inzwischen ein Markt professioneller Vermittler entwickelt. Im Idealfall bieten diese eine umfassende Beratung, prüfen die Qualifikationen der vermittelten geschulten Hilfen und kontrollieren die erbrachten Leistungen.

Noch immer sehr viele Schwarzarbeiter

Doch den seriösen Anbietern macht die Schwarzarbeit zu schaffen. Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) schätzt, dass noch immer 90 Prozent der privaten Betreuungspersonen in Deutschland illegal beschäftigt sind, meist um die Kosten zu senken. Nur etwa 10 Prozent der Haushalte arbeiten mit seriösen Vermittlungsagenturen zusammen, bei denen die Pflegehilfen sozial- und krankenversichert sind.

Das ist nicht ganz ungefährlich, da die Qualität der Betreuung nicht gewährleistet werden kann. Wenn die Leitung nicht stimmt oder es zu einem Unfall kommt, können der Auftraggeber oder die Angehörigen oft nichts machen.

Mehr zum Thema Alltagspflege und weitere interessante Informationen rund um Gesundheit, Finanzen und Freizeit im hohen Alter sind im Seniorenportal Graue Stars zu finden.

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