Symbolfoto: Pixabay Kalhh

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat auf die Kritik der Gewerkschaften reagiert und die telefonische Krankschreibung bis zum 4. Mai verlängert. Menschen mit Atemwegserkrankungen können sich bis zu sieben Tage krank schreiben lassen, ohne dafür die Arztpraxis aufsuchen zu müssen.

-Werbung-

Ursprünglich sollte die Regelung schon am 20. April auslaufen. Das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss so beschlossen. Der Ausschuss ist die Selbstverwaltung des Gesundheitswesen, darin sind unter anderem Ärzte und Krankenkassen vertreten.

Die Rücknahme hatte zu massiver Kritik geführt. Die Gewerkschaften hielten diesen Schritt für voreilig. Die Lage sei noch nicht entspannt genug, um auf diesen Schutz von Arzt und Patienten zu versichern.

Krankschreibungen insgesamt rückläufig

Die IKK Südwest begrüßt, dass sich der Bundesausschuss nun korrigiert hat und telefonische Krankmeldungen mindestens bis 4. Mai wieder möglich sind: „Gut, dass unsere Institutionen im Gesundheitswesen die Größe besitzen, einmal getroffene Entscheidungen bei guten Argumenten zu überdenken“, sagt IKK-Vorstand Roland Engehausen. Es handele sich um eine wertvolle, unbürokratische Maßnahme zur Eindämmung von unnötigen Kontakten zum Schutz von Patienten und eine Entlastung der Wartezimmer in den Arztpraxen.

Im April sind die Arbeitsunfähigkeitstage laut IKK im Vergleich zum Vormonat März rückläufig gewesen: „Die telefonische Krankschreibung war zudem nicht die Ursache für die meisten Fehlzeiten im März“, wie Engehausen sagt. Die gesetzlich Versicherten  gingen mit der Möglichkeit eines Krankenscheins via Telefon also durchaus behutsam um.

-Werbung-