Foto: KaiMartin | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nachrichten Rheinhessen | In Rheinhessen könnte bald ein Endlager für Atommüll entstehen. Dabei wären mehrere Landkreise betroffen, wie aus einem Bericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung hervorgeht.

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Von Nackenheim bis Edenkoben

Insgesamt 90 Gebiete in Deutschland bieten nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. In dem Bericht ist in der Übersichtskarte ein Areal aufgerührt, das etwa von Nackenheim im Landkreis Mainz-Bingen bis nach Edenkoben im Kreis Südliche Weinstraße reicht. Zum Großteil ist der Streifen nicht breiter als zehn Kilometer und hat mehrere Lücken, wie beispielsweise Alzey. Zudem liegt der Streifen nicht in unmittelbarer Nähe zum Rhein.

Das Gebiet umfasst den Angaben zufolge rund 757 Quadratkilometer und insgesamt acht Landkreise sowie kreisfreie Städte. Diese sind im Bericht mit Teilgebieten „vollständig, teilweise oder ,gerade nur so’“ aufgeführt.

Dabei handelt es sich um folgende Landkreise und Städte:

  • Landkreis Alzey-Worms
  • Landkreis Bad Dürkheim
  • Landkreis Donnersberg
  • Landkreis Kaiserslautern
  • Landkreis Mainz-Bingen
  • Landkreis Südliche Weinstraße
  • Stadt Mainz
  • Stadt Neustadt an der Weinstraße

Die Karten zeigen das mögliche Gebiet, welches sich durch quer durch Rheinhessen zieht

Quelle: Bundesgesellschaft für Endlagerung
Quelle: Bundesgesellschaft für Endlagerung

 

Ob und welche Orte betroffen sein könnten, kann auf der interaktiven Karte der Bundesgesellschaft für Endlagerung überprüft werden.

Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin, also vor allem Granit, entstehen. Die von Nackenheim bis Edenkoben aufgeführte Fläche gehört zum Teilgebiet „kristallines Wirtsgestein“.

Mögliche Standorte werden nach und nach eingegrenzt

Bislang hat man sich noch nicht auf einen Standort festgelegt. Die 90 möglichen Standorte sollen in den kommenden Monaten und Jahren weiter eingegrenzt werden. Dafür sollten weitere Kriterien herangezogen werden, wie beispielsweise die Bevölkerungsdichte der Gebiete,

Die Thematik um die Endlagerung von hoch radioaktivem Atommüll wird wohl trotzdem schon in der kommenden Zeit vermehrt diskutiert werden.

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