Foto: Chiara Forg

Nachrichten Bischofsheim | An diesem Donnerstagmorgen kam es bei einigen Personen zu großer Verwirrung, als sie bei dem Möbelhaus Roller am Schindberg in Bischofsheim einkaufen wollten. Das Geschäft blieb entgegen der Erwartung der Kunden geschlossen.


Ein Aushang am Eingang war kaum sichtbar

Bereits um kurz vor 10:00 Uhr standen die ersten Kundinnen und Kunden vor dem Geschäft und wunderten sich, warum drinnen noch alles dunkel ist. Als sich dann um 10:00 Uhr noch immer nichts regte, bemerkten die Ersten den DIN A4 großen Aushang an der Tür. Auf diesem wird mitgeteilt, dass das Möbelgeschäft aus „betrieblichen Gründen vorübergehend geschlossen“ ist. Der Aushang ist sehr unvorteilhaft zwischen zwei großen Werbeschildern platziert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Aushang von den Kunden zunächst nicht bemerkt wurde.

Auch auf der Homepage des Möbelhauses ist lediglich ein kleiner und versteckter Hinweis darauf zu finden, dass die Filiale in Bischofsheim vorübergehend geschlossen ist. Darin wird darum gebeten, dass Kundinnen und Kunden sich bitte an eine andere Roller-Filiale wenden sollen. Weitere Informationen zu der Schließung waren nicht zu finden, weshalb vermutlich viele Kunden nichts davon wussten und plötzlich vor verschlossenen Türen standen.



Corona-Fall im Geschäft

Es dauerte nicht lange, bis in den sozialen Medien die Frage aufkam, ob es in dem Geschäft zu einem Corona-Fall kam und aus diesem Grund die Türen zunächst geschlossen bleiben. Boost your City hat daraufhin beim Kreis Groß-Gerau nachgefragt.

Angelica Taubel, Pressesprecherin des Kreises Groß-Gerau, teilte gegenüber unserer Online-Zeitung mit, dass eine Mitarbeiterin des Möbelhauses positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. „Das Gesundheitsamt in Groß-Gerau hat die Schließung allerdings nicht angeordnet. Das muss also eine freiwillige Entscheidung vom Möbelhaus gewesen sein“, erklärt Taubel.

Da in Einkaufsgeschäften keine Kontaktdaten hinterlegt werden müssen, wird das Gesundheitsamt nun Befragungen nach den Kontaktpersonen durchführen, um diese zu ermitteln. Das sei wesentlich aufwendiger als in Restaurants oder anderen Geschäften, in denen die Kontaktdaten von Kunden hinterlegt werden. „Es ist ja aber auch so, dass der Mindestabstand zwischen Kunde und Mitarbeiter eingehalten wird und man Masken trägt“, so die Pressesprecherin weiter. Das verringere die Ansteckungsgefahr.