Lucas Pulkert (Mitgründer und Geschäftsführer von Jungfeld), Maria Pentschev (Mitgründerin und Geschäftsführerin von Jungfeld), Henrik Roth (Mitgründer und Geschäftsführer BeWooden) Quellenangabe: "obs/von Jungfeld/(c) von Jungfeld"

Eigentlich produziert das Mannheimer Modelabel von Jungfeld seit 2013 bunte Socken und hatte sich bereits in einigen größeren Kaufhausketten wie Peek & Cloppenburg, Karstadt und Breuninger etabliert.

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Für jede gekaufte Maske spendet das Modelabel eine weitere

Das Unternehmen näht Masken aus 100 Prozent Baumwolle und verkauft diese nach dem 1+1 Prinzip. Das bedeutet man kauft sich selbst für 15 Euro eine Maske und von Jungfeld produziert zum Selbstkostenpreis eine zweite, die an jemand Bedürftigen weitergegeben wird. Die Masken sind bei 90 Grad waschbar. Die Lieferzeit beträgt aktuell vier bis sechs Tage, an einer Verkürzung arbeitet das Label natürlich.

Auf den ersten Schock durch die Corona-Krise hatte auch das noch recht junge Modelabel von Jungfeld Kurzarbeitergeld beantragt. Nun ist die Nachfrage für die Masken aber so hoch, dass das Unternehmen sieben Tage die Woche und 16 Stunden am Tag produziert, um die enorme Nachfrage überhaupt decken zu können. „Wir hatten schon so gut wie zugeschlossen, dann wurden uns die Türen eingerannt“ so Geschäftsführer und Mitbegründer Lucas Pulkert.

„Wir bei von Jungfeld sind tief beeindruckt von der Solidarität der Menschen“, berichtet Mitbegründerin und Geschäftsführerin Maria Pentschev. „Fast Zwei-Drittel bestellen die Soli-Maske mit.“

Profimasken bleiben für die Profis

Pentschev und Pulkert berichten, dass dieses Prinzip aktuell auf dreierlei Hinsicht positive Auswirkungen hat:

  1. Durch den Entschluss, die eigene Produktproduktion bei Seite zu stellen und stattdessen Schutzmasken aus 100 Prozent Baumwolle zu produzieren, kann sinnvoll geholfen werden. Zudem kann das eigene Unternehmen aus der Krise gezogen werden.
  2. Man ergreift Initiative. Die Masken sind eine sinnvolle Maßnahme sich selbst etwas zu schützen und andere nicht zu gefährden. Doch der größte Vorteil: Profimasken bleiben für die Profis
  3. Man handelt solidarisch, denn jeder der eine Maske benötigt, sollte auch eine bekommen

Das Unternehmen zieht nach einigen Tagen eine erste Bilanz

  • Das Unternehmen hat sich durch seine Initiative innerhalb weniger Tage die Möglichkeit geschaffen, von der Kurzarbeit zurück zur Vollzeitarbeit zu gelangen
  • Seit dem 23. März fertigt das Unternehmen 1.000 Masken pro Tag, 120.000 Masken sind bereits bestellt
  • 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei von Jungfeld, sowie 100 bis 200 Näher und Näherinnen aus 18 Nähereinen sind in die Produktion involviert. So können auch andere Unternehmen ihre Existenz sichern.
  • Bereits 13.000 Meter Stoff wurden zu Masken verarbeitet

Inzwischen empfiehlt sogar das Robert-Koch-Institut das Tragen von Mundschutz im öffentlichen Raum, wie dem Supermarkt, dem öffentlichen Personennahverkehr oder aber am Arbeitsplatz, da die geforderten Mindestabstände dort oft nicht gewahrt werden können.

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