Symbolfoto leere Städte: Pixabay AKrebs 60

Saarbrücken. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden mindestens bis zum 19. April anhalten. Nun fangen die ersten Ministerpräsidenten an, eine Verlängerung der Maßnahmen anzudeuten. Der saarländische Landeschef Tobias Hans (CDU) geht dabei vorneweg.

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In einem Interview mit T-Online.de sagte Hans: „Ich möchte nicht die vorschnelle Hoffnung verbreiten, dass es am 20. April nennenswerte Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen gibt.“ Abstand zu Menschen zu halten, rette Leben. Das bedeute, dass die meisten Menschen derzeit zuhause bleiben müssten.

Zwar gibt es erste Berichte, dass die Kurve abflache. Das bedeutet: Prozentual infizieren sich weniger Menschen neu mit dem Corona-Virus. Doch noch sei die Abflachung nicht stark genug, sagt Hans, als dass sichergestellt sei, dass die Infektionszahlen nicht so groß werden, dass Krankenhäuser nicht in die Lage geraten, nicht mehr die Notversorgung aller Patienten gewährleisten zu können.

Im Interview räumt Hans ein, dass das Saarland zusammen mit Bayern die strengsten Maßnahmen hat. Dies sei durch lokale Unterschiede zu rechtfertigen. Das Saarland sei direkt mit der französischen Region Grand Est benachbart, die zu den größten Viren-Herden Europas gehöre.

Entscheidung fällt Dienstag nach Ostern

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat in der ARD-Sendung „Maischberger“ gesagt: „Ich bin mir auch bewusst, dass wir massiv in Grundrechte einschneiden.“ Die Möglichkeit einer Verlängerung spricht er nicht so deutlich wie Hans aus, deutet sie aber an: „Wir müssen eine längere Zeit, als wir sie hinter uns haben, vor uns durchstehen, um die Voraussetzungen zu schaffen.“

Die Zahlen müssten erst sinken, bevor die Maßnahmen gelockert werden könnten, sagte Weil bei Maischberger. Zwar fänden die Verantwortlichen es selbst „furchtbar“, dies anordnen zu müssen. Mit der Rolle des „Zuchtmeisters“ sei in der Politik niemand glücklich.

Die Bild-Zeitung berichtet von Aussagen des sächsischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff: „Die Wahrscheinlichkeit dass (sic) am 19. ein normales Leben beginnen kann, diese Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr gering.“ Deutschland sei noch mitten in der Anstiegsphase.

Entschieden wird über diese Frage am Dienstag nach Ostern. Dann werden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten in einer Telefonkonferenz besprechen.