Symbolbild Fusion Kaufhof und Karstadt | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Nachrichten Mainz | Anfang 2019 fusionierten die beiden Kaufhäuser Karstadt und Kaufhof und präsentierten im April 2019 ihr gemeinsames neues Logo. Etwas über ein Jahr später geht es nun um Schließungen von knapp 50 Prozent der Kaufhäuser in der Bundesrepublik Deutschland.

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Auch Sports-Filialen und Reisebüros vor dem Aus

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) schreibt, soll laut einem bekannt gewordenen Sanierungsplan rund die Hälfte der insgesamt 170 Filialen in der Bundesrepublik Deutschland schließen. Zudem sollen 20 der 30 Sports-Filialen von Karstadt und 100 von 130 Reisebüros des Konzerns vor dem Aus stehen.

In der Rhein-Main Region gibt es insgesamt 14 Filialen, davon gehören acht zu Kaufhof und sechs zu Karstadt. Nun gelten besonders Orte, an denen beide Kaufhäuser vertreten sind, als Kandidaten für die Schließungen. Betroffen sein könnten nach Einschätzung von Marktbeobachtern unter anderem die Standorte:

  • Mainz
  • Wiesbaden
  • Darmstadt
  • Frankfurt
  • Main-Taunus-Zentrum


Verdi kündigte „harte Auseinandersetzungen“ an

Die im Schutzschirmverfahren bei Galeria Karstadt Kaufhof gerichtlich bestellten Frank Kebekus als Sachverwalter und der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz wollen am 25. Mai 2020 die ver.di-Tarifkommission Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) über ihre Pläne informieren, teilte ver.di in einer Pressemitteilung an diesem Dienstag mit.

Dazu gehört auch die Zukunft von Karstadt-Sports, Karstadt-Feinkost, der Restaurants Le Buffet und Dinea, der Logistik und Reisebüros.

Orhan Akman, ver.di-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel

„Wir erwarten von den Bevollmächtigten einen Zukunftsplan für die Warenhäuser statt Berechnungen, wie vielen Beschäftigten die Existenz geraubt werden soll. Die Karten müssen offen auf den Tisch. Dazu gehört auch eine klare Positionierung des Eigentümers René Benko. Die Beschäftigten erwarten von ihm Zukunft statt Kahlschlag. Die Schieflage der Warenhäuser haben nicht die Beschäftigten verursacht, sondern vorrangig das Management mit Dr. Fanderl als CEO an der Spitze. Wenn Entlassungen anstehen, muss Dr. Fanderl als erster gehen“


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