Symbolfoto: Thorsten Lüttringhaus

Bexbach. Er wollte nur ein paar Abfälle in seinem Garten verbrennen. Nun liegt ein 76 Jahre alter Mann in einer Ludwigshafener Spezialklinik und hat lebensgefährliche Verletzungen. Bis zu 10 000 Euro Sachschaden sind obendrein entstanden – und ein Sanitäter erleidet eine Rauchvergiftung.

Samstag, 15.30 Uhr. Während in der Bundesliga die Spiele angepfiffen werden, wird ein Streifenwagen auf einen Brand in der Bexbacher Robert-Koch-Straße aufmerksam. Bald sind 34 Feuerwehrmänner aus Bexbach, Oberbexbach und Höchen im Einsatz – mit insgesamt sieben Fahrzeugen.

Am Brandherd der Schock: Ein 76 Jahre alter Mann steht in Flammen. Sanitäter löschen ihn mit Kleidern und Decken ab – und retten ihm so das Leben. Ein Rettungshubschrauber bringt ihn in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen.

Sanitäter vergiftet sich bei Rettung

So, vermutet die Polizei, kam es zu dem Brand: Der 76-Jährige habe gemeinsam mit seinem Mieter Gartenabfälle verbrennen wollen. In einem Brunnenschacht in seinem Garten. Dabei sei es aus noch ungeklärten Gründen zu einer Verpuffung gekommen. Da es zuvor lange trocken war und nun Wind ging, konnte sich der Brand entsprechend schnell ausbreiten.

Bei der Rettungsaktion zog sich ein Sanitäter eine leichte Rauchvergiftung zu. Der 67 Jahre alte Mieter wurde auch leicht verletzt und kam in die Uni-Klinik nach Homburg. Auf dem Nachbargelände wurden eine Wiese und ein Holzschuppen so abgefackelt. Auf der Wiese des Vermieters brannte ebenfalls eine Holzhütte ab. Die Polizei schätzt den so entstandenen Sachschaden auf bis zu 10 000 Euro.