Nachrichten Mainz | Am Dienstagnachmittag (09. Februar 2021) wurde die Berufsfeuerwehr Mainz zu einer Tierrettung nahe der Nato-Rampe nach Mainz-Laubenheim alarmiert.


Rehe immer wieder im Eis eingebrochen

Gegen 15:15 Uhr entdeckten Spaziergänger, in dem durch Hochwasser überfluteten Gebiet zwischen Rhein und B9 mehrere Rehe die Schutz im Unterholz suchten. Drei von ihnen gerieten hierbei auf die Vereiste Fläche und brachen ein. Verzweifelt versuchten sie sich Meter für Meter aus dem Eis zu befreien, brachen jedoch immer wieder ein.

Als die Berufsfeuerwehr Mainz an der Einsatzstelle ankam, waren die scheuen Tiere nicht mehr in Sichtweite. Ausgestattet mit speziellen Wasserrettungsanzügen, die gegen die eisigen Temperaturen schützen, durchquerten die Einsatzkräfte das Areal, um die erschöpften Tiere zu finden.

Mehrere Rehe bereits verendet

Nach gut einer Stunde musste der Einsatz abgebrochen werden, da sich die Rehe mutmaßlich aus eigener Kraft ins sichere Unterholz retten konnten. In den vergangenen Tagen sind immer wieder erschöpfte und leider auch tote Rehe im Bereich zwischen Rhein und B9 gefunden worden.

Deshalb noch einmal die dringende Bitte:

Meiden sie die Überflutungsgebiete und Dämme, so dass Rehe und auch andere Wildtiere, die durch das Hochwasser ihren natürlichen Lebensraum verloren haben, Rückzugsgebiete haben. Sobald sie Wildtiere in Not sehen, schreiten Sie nicht selbst ein sondern wählen sie den Notruf der Feuerwehr.