Symbolfoto: Pixabay

Nachrichten Mainz | Die von der Stadt Mainz aus Gründen des Umweltschutzes und zur Verbesserung des Stadtbildes beabsichtigte Umstellung von Gelben Säcken auf die Gelbe Tonne zur Sammlung von Verpackungsmaterialien kann zum 01. Januar 2021 nicht erfolgen. Hierüber informierten Umweltdezernentin Katrin Eder sowie Werkleiter Hermann Winkel gestern ausführlich im Werkausschuss des Entsorgungsbetriebes.

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Die Gelbe Sack-Sammlung wird zunächst beibehalten

Hintergrund ist eine Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Koblenz, die den mit der Umstellung auf die Gelbe Tonne zugleich beantragten „Vollservice“ für unzulässig erklärte. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Mainz lediglich den Vollservice abgelehnt und einer Umstellung auf die Gelbe Tonne zugestimmt.

Die Stadt Mainz möchte nach der Eilentscheidung des OVG nun zunächst das Hauptsacheverfahren abwarten, insbesondere weil bei den übrigen Abfallfraktionen (Rest-, Bio- und Papierabfall) die Abholung zur Leerung vom Grundstück und das Zurückstellen auf das Grundstück („Vollservice“) in der Abfallsatzung der Stadt Mainz verankert ist.
Für die Mainzer Bürger bedeutet dies, dass die Gelbe Sack-Sammlung ab dem 01. Januar 2021 – für zunächst zwei Jahre – wie bislang beibehalten wird.

Knettenbrech & Gurdulic erhält den Zuschlag

Wer künftig wiederum die Gelbe Sack-Sammlung als beauftragtes Unternehmen durchführt, ist über ein von den Dualen Systemen gesteuertes Vergabeverfahren geregelt und rein privatwirtschaftlich organisiert. Für die Jahre 2021-2023 erhielt das Unternehmen Knettenbrech & Gurdulic in Wiesbaden den Zuschlag für den Sammelauftrag durch die Dualen Systeme. Es löst damit ab dem kommenden Jahr den Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz bei der Sammlung für Leichtverpackungen in Mainz ab und ist damit für alle Belange rund um den Gelben Sack zuständig. Das Leerungsintervall von 14 Tagen bleibt weiterhin bestehen. Weitere Informationen werden auf der Homepage des Entsorgungsbetriebes der Stadt Mainz veröffentlicht.

Den Auftragsverlust des Entsorgungsbetriebes bei der aktuellen Vergabe hätte die Stadt Mainz gern verhindert, doch bei der bundesweiten Ausschreibung der Dualen Systeme hatte das Unternehmen Knettenbrech & Gurdulic ein günstigeres Angebot abgegeben – und erhielt den Zuschlag.

Umweltdezernentin Katrin Eder dazu

„Die stets tarifgerechte Bezahlung der Mitarbeiter/innen der Stadt Mainz sowie ein lärm- und schadstoffarmer, passgenau auf die gesamte Müllentsorgung wie auch zur Abholung der Gelben Säcke ausgerichteter Fuhrpark haben ihren Preis. Die personalintensive Sammlung auf Basis von Tariflöhnen kalkuliert ein privater Mitbewerber eben nicht ein – und kann daher günstiger bieten. Wir hätten die Entsorgung für die Dualen Systeme gern weiterhin bei uns gesehen.“

Auf der gleichen Grundlage wurde von den Dualen Systemen der Sammelauftrag der Glasentsorgung für den Zeitraum 2021-2024 ebenfalls erneut an einen Privatbieter vergeben. Ob der Auftrag bei der aktuell in Mainz zuständigen Firma RMG verbleibt, ist noch nicht abschließend geklärt.

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