Zahlreiche Hexen, Zombies und andere gruselige Gestalten ziehen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder durch die Straßen vieler Städte und Gemeinden. An Halloween wollen grad Kinder mit „Süßes oder Saures“ ihre Süßigkeiten-Vorräte auffüllen oder die Straßen „unsicher“ machen. Damit am Morgen danach jedoch kein böses Erwachen droht, sollten auch beim Streichespielen gewisse Regeln eingehalten werden, denn so mancher Scherz kann schnell zu einer Straftat werden.

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) macht darauf aufmerksam, dass zum Beispiel Müll im Garten verteilen, die Hauswand mit Farbe beschmieren oder Autos zerkratzen, keine Kavaliersdelikte, sondern Sachbeschädigungen und somit strafbar sind.

Sachbeschädigungen können mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Außerdem müssen die Täter den entstandenen Sachschaden ersetzen.

Bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe drohen sogar, wenn Sachen beschädigt werden, die der öffentlichen Nutzung dienen. Dazu gehören z.B. demolierte Parkbänke und zerkratzte Scheiben in Zügen.

Was viele nicht wissen: Ein Halloween-Streich kann auch für diejenigen teuer werden, die nur dabei sind und zuschauen – denn dann handelt es sich um gemeinschaftliche Sachbeschädigung. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt die Schadenswiedergutmachung. Eltern sollten sich zudem bewusst sein, dass sie bei missglückten Streichen ihrer Kinder haften und so schnell mit mehreren Tausend Euro zur Verantwortung gezogen werden können. Am besten ist es daher, mit dem Kind vorab zu klären, was es darf und was es nicht darf.

Beim Maskieren verläuft die Grenze zwischen reinem Erschrecken und einem direkten Angriff fließend. Sollten Sie sich bedroht fühlen oder gar Zeuge oder Opfer einer Straftat werden, scheuen Sie sich nicht und wählen Sie den Notruf unter der 110.