Dr. med. Stephan Scheicher

Nachrichten Mainz | Große Ehrung und hohe Anerkennung für Dr. Stephan Scheicher (Mainz), Dr. Burkhard Zwerenz (Prüm), Dr. Rafael Hoffmann (Daun), Dr. Michael Rothländer (Buch), Dr. Fred-Holger Ludwig (Bad Bergzabern) und Dr. Achim K. Weisbrod (Haßloch). Für ihre besonderen Verdienste hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer die sechs Ärzte zu Sanitätsräten ernannt.

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Eine seltene Auszeichnung der vom Land Rheinland-Pfalz

Die seltene Auszeichnung Sanitätsrat/Sanitätsrätin verleiht das Land Rheinland-Pfalz traditionell alle zwei Jahre an besonders engagierte Ärztinnen und Ärzte. Ärztinnen und Ärzte, die diesen berufsbezogenen Titel erhalten, blicken zurück auf eine langjährige berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit. Mit diesem Engagement haben sich die geehrten Ärztinnen und Ärzte über ihr berufliches Wirken hinaus eine besondere Wertschätzung erworben.

Den Geehrten gratuliert auch Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis: „Ärztinnen und Ärzte, die sich unermüdlich und auch in herausfordernden Zeiten ehrenamtlich für ihre Patienten und für die Ärzteschaft einbringen, verdienen unseren Respekt!“

Dr. med. Stephan Scheicher (Mainz)

Dr. med. Stephan Scheicher (61) studierte Medizin an der Universität des Saarlandes in Homburg. Nach Approbation, und mit Promotion mit „magna cum laude“ sowie entsprechender Weiterbildung erwarb er 1992 die Anerkennung als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Ein Jahr später kam die Erteilung der Zusatz-Weiterbildung Allergologie hinzu. 1993 ließ er sich in Gemeinschaftspraxis mit seiner Mutter als Hautarzt in Mainz nieder und führte diese später mit einer Kollegin weiter.

Stephan Scheicher zeichnet sich in seinem beruflichen Bereich durch eine Tätigkeit aus, die man bei einem Dermatologen eigentlich nicht erwarten würde: Er betreut viele Patienten hautärztlich in Mainzer Altenheimen durch regelmäßige Hausbesuche. Gerade für pflegebedürftige und gehbehinderte Patienten ist dies von unschätzbarem Wert.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist Scheicher in ganz außergewöhnlichem Maße die Aus- und Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten ein Anliegen. Er nimmt hier sowohl regelmäßig Prüfungen ab, organisiert die entsprechenden Examensfeiern und ist ein ständiger Mahner für seine Kolleginnen und Kollegen, indem er auf die immense Bedeutung gutausgebildeter Medizinischer Fachangestellte für den Praxis- aber auch Klinikbetrieb hinweist.

Hervorzuheben ist zudem auch seine Tätigkeit als Vorsitzender wie auch aktuell als Mitglied des Vorstandes des Ärztevereins Mainz. Hier organisiert er seit vielen Jahren Fortbildungsveranstaltungen sowohl für niedergelassene als auch für Klinikärzte. Durch seine kritisch konstruktive Haltung erkennt und benennt er schon sehr frühzeitig Themen, die in diesen Veranstaltungen dann entsprechend aufgearbeitet werden.

Dr. med. Burkhard Zwerenz (Prüm)

Dr. med. Burkhard Zwerenz (63) studierte Medizin an der Rheinisch-Westfälischen-Technischen Hochschule in Aachen. Nach Approbation und Weiterbildung trat er 1987 als Partner in die Praxis seines Vaters in Prüm bis Dezember 1990 ein. Die Gemeinschaftspraxis wird seit 1991 mit verschiedenen allgemeinärztlichen Kolleginnen und Kollegen fortgesetzt. 1996 erfolgte die Anerkennung als Facharzt für Allgemeinmedizin. In späteren Jahren kamen die Zusatz-Weiterbildung Diabetologie sowie die Fachkunde Geriatrie hinzu. Bereits Mitte der 90er Jahre erhielt Zwerenz die Weiterbildungsbefugnis für das Gebiet Allgemeinmedizin. Er gehört somit zu den ersten Ärzten in Rheinland-Pfalz, die sich aktiv um die Weiterbildung und somit um die Nachwuchssicherung im Bereich der Allgemeinmedizin bemüht haben.

Auch in der Selbstverwaltung war Burkhard Zwerenz aktiv: als Mitglied der Vertreterversammlung der Bezirksärztekammer Trier und der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, als stellvertretendes Mitglied im Vorstand der Bezirksärztekammer Trier, als Mitglied in der Hauptversammlung der Versorgungseinrichtung Trier und im Fortbildungsausschuss der Bezirksärztekammer Trier.

Ganz besonders engagierte sich Zwerenz im Hausärzteverband Rheinland-Pfalz.

Von 2003 bis 2007 war er stellvertretender Vorsitzender des Hausärzteverbandes, von 2007 bis Januar 2020 dessen Vorsitzender. Seitdem ist er Ehrenvorsitzender des Hausärzteverbandes.

Dr. Zwerenz ist Hausarzt mit Leib und Seele. Zwei Dinge sind ihm immer sehr wichtig gewesen: die Förderung des ärztlichen Nachwuchses und die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in der Fläche.

Schon früh hat er öffentlich immer wieder darauf hingewiesen, dass sich ein Mangel an Hausärzten in der Region abzeichnet. Unermüdlich hat er hierzu Gespräche mit Politikern und dem zuständigen Ministerium geführt, um die Versorgung in der Eifel und den anderen ländlichen Regionen aufrecht zu halten.

Dabei war es ihm wichtig, den ärztlichen Nachwuchs in die Region zu holen und dort zu binden. Hierfür hat er immer wieder – auch im Kollegenkreis – geworben und organisiert, dass Studierende aus Mainz mit Kost und Logis in der Region unterkommen und Famulaturen und Blockpraktika in der Eifel absolvieren können. Sein Credo: Die Jungen müssen schon in der Ausbildung in die Landarztpraxen kommen und dort den Arztalltag hautnah miterleben.



Dr. med. Rafael Hoffmann (Daun)

Dr. med. Rafael Hoffmann (57) studierte Medizin in Essen und erwarb 2005 nach seiner Weiterbildung in Trier und Mainz die Anerkennung zum Facharzt für Augenheilkunde. Seit 2005 ist er als niedergelassener Augenarzt in eigener Praxis in Daun tätig.

Schon früh engagierte sich Hoffmann beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). 1975 trat er in das Jugendrotkreuz im Bereich des DRK-Kreisverbandes Daun ein. Dort übernahm er 1989 das Amt des Kreisbereitschaftsleiters und engagierte sich in hohem Maße um das Gesundheitswohl der Bevölkerung. Von 1992 bis 1995 hatte er gleichzeitig auch das Amt des stellvertretenden Bezirksbereitschaftsleiters im Bereich des DRK-Bezirksverbandes Trier inne. Seit 2005 hat er das Amt des Landesarztes des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. inne und ist damit für alle medizinischen Belange des Landesverbandes verantwortlich. In dieser Funktion ist er als ständiges Mitglied der Ständigen Konferenz der Landesärzte beim DRK-Generalsekretariat in Berlin tätig.

In den Jahren 1983 bis 1987 war Hoffmann ferner Soldat auf Zeit im Sanitätsdienst der Luftwaffe; von 2007 bis 2012 als Oberstabsarzt der Reserve beauftragter Sanitätsstabsoffizier für zivilmilitärische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen beim Kreisverbindungskommando des Landkreises Daun.

Dr. med. Michael Rothländer (Buch)

Dr. med. Michael Rothländer (61) studierte Medizin in Mainz und erwarb 1989 in Rheinhessen seinen Facharzt für Allgemeinmedizin. Ferner erlangte er noch Zusatzbezeichnungen für Palliativmedizin, Notfallmedizin, Psychotherapie und Chirotherapie. Ärztlich tätig ist er seit vielen Jahren in Nastätten.

Ehrenamtlich betreut er seit 1992 verschiedene Sportgruppen. Von 1994 bis 1999 war Rothländer zudem für die DRK-Ortsgruppe Miehlen als Notarzt tätig.

Im Jahr 2008 begann er mit dem Aufbau einer Palliativstation in Nastätten. Ein Jahr später hat Rothländer eine spezielle palliativmedizinische Versorgung des Rhein-Lahn-Kreises mit aufgebaut.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit in verschiedenen Praxen und im Bereich der Palliativversorgung war er zudem maßgeblich am Aufbau und an der Weiterentwicklung der Bereitschaftsdienstzentrale „Blaues Ländchen“ in Nastätten – als eine der ersten Bereitschaftsdienstzentralen im nördlichen Rheinland-Pfalz – beteiligt. Dort ist er als Leiter/Obmann der Kassenärztlichen Vereinigung tätig.

Seit knapp zehn Jahren beschäftigt Rothländer sich mit der ärztlichen Weiterentwicklung des ländlichen Raumes im Rhein-Lahn-Kreis und baute eine akademische Lehrpraxis auf. Groß war sein Engagement bei der Weiterbildung junger Ärzt*innen und bei der Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum.

Aktuell ist Rothländer als angestellter Arzt in einem Medizinischen Versorgungszentrum in Nastätten hausärztlich tätig, dessen Konstrukt er maßgeblich mitentwickelt hat.



Dr. med. Fred-Holger Ludwig (Bad Bergzabern)

Dr. med. Fred-Holger Ludwig (74) erhielt seine Approbation 1975 im Saarland. 1979 erwarb er die Anerkennung als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und engagierte sich sehr für das Thema Onkologie. Während seiner klinischen Zeit gründete er die Frauenselbsthilfe nach Krebs in Rheinland-Pfalz mit 28 Gruppen und betreute in den späten Jahren bis zu 52 Gruppen mit etwa 5.000 Frauen. Ludwig erarbeitete den ersten onkologischen Nachsorgepass und war zudem lange Mitglied im onkologischen Arbeitskreis.

Bei der Landfrauenvereinigung Pfalz setzte Ludwig sich als Referent zum Thema „Brustkrebsvorsorge“ ein und hat viele Vorträge bei den Landfrauen gehalten, um sie über die Notwendigkeit einer Brustkrebs-Vorsorge zu informieren.

Auch beim Deutschen Roten Kreuz war er einige Jahre als Kreisbereitschaftsarzt beziehungsweise als Kreisverbandsarzt aktiv.

In seinen frühen Jahren engagierte sich Ludwig ehrenamtlich auch im Ausland. So war er Mitte der 70er Jahre mehrere Wochen in Battor (Ghana) und unterstützte die Ärzte dort im Hospital der Speyerer Dominikanerinnen; er kümmerte sich dort um etwa 100 bis 150 Patienten pro Tag. 1981 folgte ein mehrwöchiger Einsatz über die Albert-Schweitzer-Gesellschaft in Gabun in einem Hospital zum Aufbau einer patientenorientierten Geburtshilfe.

Seit vergangenem Jahr ist Ludwig als Arzt im Ruhestand. Doch kommunalpolitisch ist er immer noch aktiv. Bis zum vorigen Jahr war er Bürgermeister in Bad Bergzabern.

Dr. Achim K. Weisbrod (Haßloch)

Dr. med. Achim K. Weisbrod (55) erhielt seine Approbation 1992 in Baden-Württemberg. 1998 erwarb er die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin. In den Folgejahren kamen Zusatzbezeichnungen für Diabetologie, Notfallmedizin, Sportmedizin, Betriebsmedizin und Naturheilverfahren hinzu. Seit 1998 ist Weisbrod in seiner hausärztlichen Praxis in Haßloch tätig.

Neben Schulungen für Diabetes-Patienten gründete Weisbrod unter anderem auch eine Selbsthilfegruppe sowie eine Sport- und eine Walking-Gruppe für diese Patientengruppe. Außerdem betreut er als verantwortlicher Arzt den Reha-Sport in einem Fitnessstudio sowie verschiedene Herzsportgruppen und zusätzlich noch eine Diabetes-Sportgruppe.

Zudem ist Weisbrod die Ausbildung der künftigen Ärzt*innen ein wichtiges Anliegen. Seine Praxis ist als Akademische Lehrpraxis der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim anerkannt. Bereits 22 Hospitationen von Studierenden ermöglichte er so.

Aktiv ist Weisbrod auch als Referent von Fachvorträgen und als Prüfer bei der Bezirksärztekammer für medizinische Fachangestellte. Seit 2000 ist er darüber hinaus Weiterbildungsreferent am Zentralinstitut der Deutschen Ärzteschaft in Köln.

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