Katholische Klinikum Mainz KKM | Foto: Thorsten Lüttringhaus - Nachrichten Mainz

Seit einigen Wochen hat das Corona-Virus uns und unseren Alltag fest in den Händen und bestimmt diesen weitestgehend. Doch wohin wende ich mich, und wann. Diese Unklarheit dürfte viele beschäftigen, sobald man Informationen benötigt oder sogar Symptome aufweist. Genau dafür haben wir hier in Mainz-Bingen, Fieberambulanzen und Corona-Ambulanzen, jedoch mit völlig unterschiedlichen Aufgaben.

-Werbung-

Die Unterschiede der Ambulanzen

Fieberambulanzen beschäftigen sich vor allem mit der Diagnostik. Das bedeutet sie machen Rachenabstriche zur Testung um den Nachweis von COVID-19 zu erbringen. Meist, aber nicht zwingend, sind die Fieberambulanzen in den örtlichen Kliniken eingegliedert, können aber auch eigenständige Labore oder Arztpraxen sein.

Positive Testergebnisse werden von der Fieberambulanz direkt an das Gesundheitsamt gemeldet, welches wiederum den Kontakt zu den erkrankten Personen aufnimmt und Kontaktpersonen ermittelt, um diese zu informieren und die weitere Ausbreitung zu verringern. Ebenfalls durch das Gesundheitsamt werden Schutzmaßnahmen wie die häusliche Quarantäne oder weitere angeordnet.

Für die Testung kann eine solche Fieberambulanz aber nicht einfach angefahren werden. Man benötigt einen festen Termin und eine ärztliche Verordnung durch eine ärztliche Bereitschaftspraxis oder den behandelnden Hausarzt.

Im Landkreis Mainz-Bingen steht mit dem Labor der Bioscentia in Ingelheim eines der größten Labore in der Region als Fieberambulanz zur Verfügung. Sie untersuchen aber auch eingesandte Proben durch Hausärzte der Region. Aktuell sind die Kapazitäten dort massiv angestiegen und werden weiter ausgebaut.



Bereits am Corona-Virus erkrankte Personen werden in den sogenannten Corona-Ambulanzen durch niedergelassene Ärzte behandelt. Sie untersuchen die Patienten, erstellen benötigte Rezepte und beobachten Symptomatik und Krankheitsverlauf. Auch für eine Corona-Ambulanz wird gegebenenfalls eine Überweisung benötigt. Wesentlicher Vorteil ist die Zentrierung der Behandlung und die Entlastung der hausärztlichen Praxen.

Im Landkreis Mainz-Bingen sowie der Stadt Mainz werden aktuell an verschiedenen Orten wie zum Beispiel Ingelheim oder Bingen Corona-Ambulanzen errichtet. Die Zuständigkeit für diese Ambulanzen liegt bei der kassenärztlichen Vereinigung.

Wer akute Symptome oder Verdachtsmomente aufweist wird gebeten sich mit der Fieber-Ambulanz-Hotline unter 0800-9900 400 in Verbindung zu setzen. Dort stehen rund um die Uhr Experten rund um das Thema zur Verfügung und weisen einem durch gezielte medizinische Abfragen bei Bedarf eine Fieber-Ambulanz zu.

Zu den üblichen Praxiszeiten sollte der erste Ansprechpartner jedoch der Hausarzt oder an den Wochenenden eine der ärztlichen Bereitschaftspraxen sein.

-Werbung-