Foto: Meikel Dachs

Nachrichten Ingelheim | Um die besonders von der Pandemie betroffene Gastronomie, den Tourismus sowie die Kultur- und Veranstaltungsbranche zu unterstützen, will der Landkreis Mainz-Bingen eine Marketingoffensive starten. Der Kreistag hat jetzt beschlossen, dafür 50.000 Euro im 2. Nachtragshaushalt zur Verfügung zu stellen. Dem Beschluss liegen Anträge der CDU-SPD-FWG-Koalition sowie der FDP zu Grunde.

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Umsatzverluste sollen abgefedert werden können

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises soll nun mit Vertretern aus diesen Bereichen darüber beraten, wie ein übergreifendes Marketingkonzept aussehen kann, damit am Ende die Umsatzverluste abgefedert werden können. Damit soll gewährleistet werden, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen in das Konzept mit einfließen – insbesondere im Hinblick auf den kommenden Herbst und Winter, der die Branchen vor weitere neue Herausforderungen stellen wird. Von politischer Seite sollen der Wirtschaftsbeirat des Kreises und Vertreter der Fraktionen mit in die Beratungen involviert werden.

Bei Beschaffung legt Kreis Wert auf Nachhaltigkeit

Keine Zwangsarbeit, keine Kinderarbeit, sauberes Wasser, menschenwürdige Arbeitsbedingungen –  dies sind nur einige der vielen Kriterien, die der nachhaltigen und ökosozialen Beschaffung von Gütern und der Vergabe von Dienstleistungen zu Grunde liegen. Der Kreistag Mainz-Bingen fasste dazu jetzt einen Grundsatzbeschluss, nachdem diese und weitere Grundsätze künftig der Arbeit in der Kreisverwaltung zu Grunde liegen sollen.  Dies ist ein erster Baustein zum Masterplan Klimaschutz, den das Gremium bereits im vergangenen Winter beschlossen hatte und der derzeit entwickelt wird.

Im Verlauf der Umstellung muss jeder Bereich der Verwaltung prüfen, welche Kriterien bei Ausschreibungen berücksichtigt werden müssen, um nachhaltige Ziele zu erreichen. Dabei arbeitet der Landkreis mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk (Elan) zusammen, das Kommunen mit dem Projekt „Rheinland-Pfalz kauft nachhaltig ein“ unterstützt.

Landrätin Dorothea Schäfer

In Info-Veranstaltungen, Workshops und Vor-Ort-Beratungen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung geschult. „Wir beginnen damit einen Prozess, der die Arbeit der Kreisverwaltung nachhaltig verändern wird. Wir wollen damit auch Vorbild sein für die Kommunen und öffentlichen Institutionen im Landkreis“.

Der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf fügte hinzu: „Das Volumen der Beschaffungen der öffentlichen Hand ist sehr hoch. Genauso groß ist somit die Möglichkeit auf Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit Einfluss zu nehmen.“

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