Mainz-Bingen. Der Anteil der mit dem Corona-Infizierten ist im Landkreis Mainz-Bingen über die Woche gestiegen. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. Der für das Gesundheitsamt zuständige Dezernent Erwin Malkmus (FWG) spricht von Großfamilien als Hauptverursacher.

18 neue Corona-Fälle sind im Kreis Mainz-Bingen übers Wochenende dazu gekommen, in der Stadt Mainz waren es 19 Fälle, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Im Kreis sei die “Inzidenz” damit wieder angestiegen, sagt Malkmus, Dritter Beigeordneter im Kreis. Gemeint ist damit die Höhe der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100 000 Einwohner gerechnet.

Nach Angaben des Landes beträgt diese “Inzidenz” im Kreis an diesem Montag 40,2. In der Stadt Mainz sind es 28,3. Der Landesschnitt liegt bei 49,1. Die extremsten Werte in Rheinland-Pfalz haben die Stadt Kaiserslautern mit 12,2 und der Kreis Germersheim mit 117,8.

Hoffen auf Lockerungen

In Mainz-Bingen sind über die Woche rund 90 neue Fälle dazu gekommen: Malkmus sieht einen Grund dafür: “Leider gibt es immer noch einige (Groß-) Familien die sich offensichtlich nicht an die Corona Regeln halten”, lässt er sich in einer Pressemitteilung des Kreises zitieren. Das Gesundheitsamt könne diese These nachverfolgen, indem das Amt darauf achte, wo die Ausbrüche entstehen.

Dieses Fehlverhalten wird laut Malkmus Folgen haben: “Solange wir das nicht in den Griff bekommen beziehungsweise die Menschen sich nicht alle an die Regeln halten, wird es immer wieder neue Infektionen geben.”

Malkmus sieht aber auch eine positive Nachricht: In Altenheimen sei es zu keinen großen Ausbrüchen mehr gekommen: “Denn diese sind alle durchgeimpft.” Auch verzeichneten die Krankenhäuser weniger Fälle: “Sodass wir alle auf Lockerungen hoffen”, wie Malkmus sagt. Dafür sei aber wichtig, dass sich die Menschen an die Vorgaben und Regeln hielten.