Nachrichten Ingelheim | Der Kreistag Mainz-Bingen hat heute den Haushalt 2021 mehrheitlich beschlossen. Der Etat wird im kommenden Jahr ein Volumen von rund einer halben Milliarde Euro haben. Unter dem Strich bleibt ein geplanter Jahresüberschuss von rund 13 Millionen Euro stehen. Gerechnet wird mit einem Umlageaufkommen von knapp 217 Millionen Euro, der Schuldenstand bleibt weiterhin bei null.


Landrätin Dorothea Schäfer zeigte in ihrer Haushaltsrede die Zukunftsthemen für das kommende Jahr auf

Da wären der nutzerfreundliche Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs; die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft; die Arbeit an einem Klimaschutzkonzept für den Landkreis; die Förderung des Radverkehrs in Tourismus und Alltag; der Breitbandausbau für schnelles Internet; die Digitalisierung der Schulen und der Verwaltung sowie das gute Zusammenspiel der Generationen: „Hierfür müssen wird die Voraussetzungen schaffen, zum Beispiel mit dem weiteren bedarfsgerechten Ausbau von Kindertagesstätten“, sagte die Landrätin.

Der Umlagesatz bleibt mit 32,5 Prozentpunkten auf niedrigem Niveau stabil, eine Kreditaufnahme oder eine Umlageerhöhung ist nicht nötig. Stattdessen gibt es noch drei weitere positive zentrale Botschaften für das kommende Jahr: die geplanten Großprojekte wie der Bau eines zweiten Verwaltungsgebäudes, die Generalsanierung der BBS in Bingen, die Sportanlage in Bingen, der Anbau an die BBS in Ingelheim und die Sanierung der IGS-Sporthalle in Nieder-Olm können ohne Einschränkungen umgesetzt werden. Zudem sind die freiwilligen Leistungen, mit denen das vielfältige Leben im Landkreis unterstützt wird, weiterhin möglich.

Und zuletzt kann das gesamte Ehrenamtsförderprogramm in Höhe von 3,5 Millionen Euro für allgemeine Projekte, Kindergärten und Sportstätten bestehen bleiben. „Damit unterstützen wir die Kommunen weiterhin sehr stark“, sagte Dorothea Schäfer. Deutlich wird diese Unterstützung auch bei einem weiteren Thema: Von den etwas mehr als 5,2 Millionen Euro, die das Land dem Kreis für die Bekämpfung der Corona-Pandemie überwiesen hat, wird rund die Hälfte an die Kommunen weitergereicht: „Das ist gelebte Solidarität in der kommunalen Familie“, so die Landrätin.