Foto: Thorsten Lüttringhaus

Bei einem Brand am gestrigen Sonntagmittag in einem Hochhaus im Mainzer Stadtteil Marienborn (wir berichteten) , kam der 64-jährige Bewohner der betroffenen Wohnung ums Leben.

Um 13:19 Uhr wurde die Feuerwehrleitstelle Mainz über ein Feuer in einer Wohnung im 13. Obergeschoss eines 16-stöckigen Hochhauses in der Straße „Am Sonnigen Hang“ in Mainz-Marienborn informiert. Über Notruf wurde gemeldet, dass der Treppenraum verraucht sei und sich noch eine Person in der betroffenen Wohnung befinden solle. Die Person rufe um Hilfe, öffne aber nicht die Wohnungstür.

Aufgrund der Eingangsmeldung wurden umgehend Kräfte der beiden Feuerwachen der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Marienborn und ein Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Finthen alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort konnte eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im 13. Obergeschoss festgestellt werden.

Aufgrund der noch unklaren Lage, wurde ein Sprungretter (aufblasbares Sprungkissen) vor dem Gebäude in Stellung gebracht und die Menschenrettung und Brandbekämpfung über den Treppenraum eingeleitet.  Zudem wurden weitere Kräfte zur Einsatzstelle alarmiert und die Alarmstufe erhöht.

Update 15:20 Uhr.Der Bewohner der Wohnung ist noch an der Einsatzstelle aufgrund der schwere der Verletzungen verstorben. Erstmeldung:Aktuell:Wohnungsbrand in Mainz-Marienborn Am Sonnigen Hang im 13.Obergeschoss.1 Person schwer verletzt. Die Feuerwehren sind im Einsatz

Gepostet von Rhein-Main Nachrichten – BoostyourCity.de am Sonntag, 1. September 2019

In der stark verrauchten Brandwohnung wurde eine männliche Person vom vorgehenden Angriffstrupp leblos aufgefunden. Die Person wurde sofort aus der Wohnung gerettet und reanimiert. Die Reanimation musste im weiteren Verlauf leider erfolglos abgebrochen werden.

Aufgrund der massiven Rauchausbreitung musste das betroffene Brandgeschoss im 13. Obergeschoss sowie die beiden darüber liegenden Geschosse geräumt werden. Rund 25 Bewohner wurden über teilweise verrauchten Bereiche mit Fluchthauben ins Freie geführt, von der Abschnittsleitung Gesundheit gesichtet und anschließend von Sanitätsdiensteinheiten betreut. Zwei Bewohner wurden verletzt, eine davon schwer.

Insgesamt waren rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mainz mit 16 Fahrzeugen vor Ort. Des Weiteren insgesamt 60Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes und die Abschnittsleitung Gesundheit sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen und dem Krimimaldauerdienst.

Die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr wurden von Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Mainz besetzt, um den Grundschutz in der Landeshauptstadt sicherzustellen.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Über die Höhe des Schadens können keine Angaben gemacht werden. In wie weit andere Wohnung durch die starke Verrauchung oder aber durch Wassereinbruch betroffen und vorübergehend unbewohnbar sind, steht nicht fest.