Nachrichten Mainz | Aus Mitteln von „Mainz hilft sofort“ kann die Landeshauptstadt Mainz 600 Kinder aus besonders hilfebedürftigen Familien an allen 42 staatlichen Mainzer Schulen mit der Anschaffung von Verleih-Tablets nebst Tablet-Koffern unterstützen. „Das ist – nach der Ankündigung des beschleunigten Breitbandausbaus – eine weitere gute und erfreuliche Nachricht“, stellen Oberbürgermeister Michael Ebling und Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch fest. Zum Schuljahr 2020/2021 sollen die Geräte vorhanden und entsprechend eingerichtet sein.

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Gleiche Chancen auf Bildung für alle Kinder und Jugendliche

„Wir wollen mit dieser Initiative die staatlichen Schulen der Landeshauptstadt Mainz unterstützen und sicherstellen, dass auch Kinder aus Familien, die nicht gut gestellt sind, erfolgreich am Fernunterricht bzw. dem onlinegestützten Unterricht teilnehmen können. Somit ermöglichen wir ihnen für die Zeiträume des Lernens zu Hause die Chance auf die wichtigste Grundlage für die Zukunft – BILDUNG“, so Oberbürgermeister Ebling und Dezernent Dr. Lensch „Man darf in diesen besonderen Zeiten das solidarische Ziel, allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft oder Einkommen – gleiche Chancen auf Bildung zu ermöglichen, nicht aus den Augen verlieren“, erklärt Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch.

Vor allem für Schulkinder, die ansonsten keine andere Möglichkeit haben an ein geeignetes Gerät zu kommen, da sie aus besonders hilfebedürftigen Familien kommen, sind diese Tablets gedacht. Somit sollen sie die von der Schule gestellten Aufgaben während der Schulschließungen und beim Lernen zu Hause erledigen können.

Mit der Anschaffung der Tablets wird der aktuelle Bedarf abgedeckt

‚Medienbildung Mainz‘ wird die Tablets zentral verwalten und kostenlos verleihen. Auf Basis der Rückmeldungen der Schulen hat das Schulamt der Landeshauptstadt Mainz den Umfang von 600 benötigten Geräten ermittelt. „Mit dieser Anschaffung kann zunächst der von den Schulen gemeldete aktuelle Bedarf abgedeckt werden. Im kommenden Schuljahr wird bei gleichbleibender Situation der Bedarf bei den Schulen mit Sicherheit noch steigen“, sagt Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch. Wie die Verleih- und Vergabemodalitäten genau ablaufen werden, wird den Schulen noch mitgeteilt.

Die zusätzliche Anschaffung von weiteren Geräten zum Verleih für weniger gut gestellte Familien könnte aus Mitteln des Sofortprogramms des Bundes erfolgen, so die Überlegung des Schulamtes. Derzeit steht allerdings noch nicht fest, welche Summe der Landeshauptstadt Mainz aus dem Sofortprogramm des Bundes zur Verfügung stehen wird und wie sie eingesetzt werden dürfe.

Medienkonzepte der Schulen werden derzeit geprüft

Von Beginn der Schulschließungen an haben die Mainzer Schulen bereits vielfach das Verleihangebot von Tablets des Landes (Programmmittel „Medienkompetenz macht Schule“) in Anspruch genommen und, wie vom Land angeregt, auch mobile Endgeräte aus ihrem eigenen Bestand an Schülerinnen und Schüler aus hilfebedürftigen Familien verliehen. In diesem Zusammenhang haben einzelne Schulen den Bedarf an einer größeren Anzahl eigener mobilen Geräte in ihren Medienkonzepten geäußert.

Im Rahmen des DigitalPaktes wird sich das Schulamt diesem Anliegen nach und nach annehmen. Die zu erstellenden Medienkonzepte der Schulen zur Umsetzung des DigitalPaktes sind mittlerweile zum größten Teil eingegangen und werden derzeit geprüft.  Und auch der WLAN-Ausbau und die Erweiterung der Infrastruktur (z.B. LAN) in den Schulen sind in Vorbereitung.

‚Medienbildung Mainz‘ stellt gemeinsam mit dem Kooperationspartner „medien.rlp – Institut für Medien und Pädagogik e. V.“ die bereits bestehende WLAN-Infrastruktur Kindern und Jugendlichen aus hilfebedürftigen Familien zur Verfügung. In der Diskussion ist eine Option, Freifunk Mainz mit ins Boot zu nehmen. In der Stadt Mainz ist Freifunk bereits gut etabliert und das Netz des kostenfreien WLANs innerhalb der Stadt kann weiter ausgebaut und verstetigt werden.

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