Gegen den Tabellen-Zwölften sollte es in Freiburg eine klare Sache sein. Die Erfolgsspur liegt da auf der Hand. Doch die Freiburger machten es den Löwen nicht leicht, dass kennt man von den Spielen aus der Vergangenheit. Gleich zu Anfang in der zweiten Minute gelang es den Wölfen den Puck ins Tor zu schießen. Doch die Löwen geben bekanntermaßen nicht das Spiel aus der Hand.

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So gelang es den Frankfurter Löwen am 31. Spieltag der DEL2-Saison 2018/2019 vor 2.811 Zuschauern in der Freiburger Franz-Siegel-Halle der sehr wichtige Auswärtssieg. Die überragenden Spieler Carter Proft / Eddie Lewandowski / Max Eisenmenger, die an fünf Toren beteiligt war, egalisierten die Löwen noch im 1. Drittel einen 0:2-Rückstand durch Tore von Mathieu Tousignant und Carter Proft. Erneut Tousignant, dazu Max Faber, erneut Proft und letztlich Lewandowski per Empty Netter führten die Löwen am Ende zu einem 6:4-Sieg über die Wölfe.

Passend zum Jahres-Endspurt

Die Freiburger stehen aktuell auf dem 12. Rang, sie Fuhren seit Mitte November in 13 Spielen elf Niederlagen ein. Also setzte man sich in den Tagen um Weihnachten in Freiburg zusammen und den Berichten zufolge war es der bis dato Coach Leos Sulak höchst selbst, der seiner Mannschaft die Notwendigkeit eines neuen Impulses diagnostizierte. In beiderseitigem Einvernehmen trat Sulak von der Bande zurück und sein Co-Trainer Jan Melichar übernahm das Team.

Die Freiburger zeigten in den ersten Minuten die Motivation auf dem Eis (man hatte den Eindruck die Mannschaft hat sich neu geordnet) und wollten mit einem Sieg gegen die Löwen die Negativserie beenden. Ein starker Wechsel in der 2. Minute und ein geduldig gespieltes Powerplay vier Minuten später und die Wölfe hatten nach knapp sechs Spielminuten zwei Treffer auf der Anzeigentafel:

In der 2. Minute brachte Marc Wittfoth die frühe Führung mit einem Direktschuss von rechts. Im Powerplay konnte dann Tobias Kunz auf 2:0 (6.) die Führung ausbauen. Die Löwen hatten zuvor eine gute Chance in Unterzahl, welche sie aber nicht verwerten konnten und die Wölfe dadurch gegen nur zwei Verteidiger kontern durften. Der erste Schuss konnte Andryukhov noch mit einem Reflex abwehren, der zweite ging ins Tor.

Die Aufholjagd

Freiburgs Euphorie nach der Führung wich jedoch schnell der Erkenntnis, vor allem noch defensiv gefordert zu werden. Speziell die Reihe um Proft, Lewandowski und Max Eisenmenger sorgte auf Seiten der Löwen immer wieder für Gefahr. Von Minute zu Minute rückte Mathias Nemec im Tor der Wölfe mehr in den Mittelpunkt der Partie.

Gegen die eher aus Einzelaktionen resultierenden Abschlüsse von Adam Mitchell (6.), Tousignant (7.) und Lewandowski (9.) hatte Nemec noch stets eine Antwort – beim Anschlusstreffer der Löwen in der 12. Minute war er machtlos. Dan Spang fing den Puck im Powerplay ab, passte quer durch die Zone auf den verwaist tief im rechten Bullykreis lauernden Tousignant, und der überwand den früh am Boden befindlichen Nemec mit einem überlegten Schuss in den oberen Winkel.

Kontrollierten die Löwen das Spielgeschehen schon in den Minuten vor dem Anschluss, übernahmen sie mit dem Momentum aus Tousignants Treffer nun das Diktat der Partie und erzwangen immer häufiger Fehler der Wölfe. Vor allem in den Zweikämpfen waren die Löwen deutlich stärker als Freiburg. So stoppte Max Eisenmenger in der 15. Minute den spielaufbauenden Wolf noch im Freiburger Drittel und eroberte den Puck. Mit einem schnellen Pass ins Zentrum kam die Scheibe zu Proft, der keine Mühe hatte den Ausgleich zu erzielen. Freiburg schien nun völlig von der Rolle und konnte auch in einem Powerplay ab der 17. Minute kaum mehr für Gefahr sorgen.

Die Führung

Tousignant brachte die Löwen im Powerplay erstmals in Führung in der 29. Minute. Diesmal gleich mit zwei Querpässen von Faber über Lewandowski, so dass Tousignant erneut am rechten Bullykreis frei wurde und den Puck ins Tor lenkte.

Eine Kombination ließ Faber in der 35. Minute noch eine schöne Einzelaktion folgen, als er nach dem von Proft gewonnenen Offensivbully an den Puck kam, die gesamte Freiburger Hintermannschaft von rechts nach innen ziehend durchkurvte und mit einem perfekten Backhander auf 4:2 für die Löwen erhöhte.

Als den Löwen zu Beginn des 3. Drittels gar das 5:2 glückte, schien die Partie entschieden. Proft konterte über die linke Seite, wollte den Puck vor dem Tor in die Mitte zu Matt Pistilli stecken, doch der sich in den Passweg werfende Radek Havel fälschte den Schuss maximal unglücklich für seinen Goalie ins eigene Tor ab.

Brenzlig in den letzten Minuten

Doch wie Tiilikainen beschrieb: „Der glückliche 5:2-Treffer hat die Jungs etwas schlampig werden lassen und so wurde es am Schluss nochmal eng. In den Schlussminuten haben uns gute Verteidigung und einige starke Saves von Andryukhov der Sieg gerettet.“

Die Wölfe hatten nichts mehr zu verlieren, so kämpften sie weiter und kamen durch einen Schlagschuss von Alexander Brückmann, bei dem Andryukhov komplett die Sicht versperrt war, zum 3:5 (48.). Die Wölfe haben Blut geleckt und kämpften weiter und konnten in der 58. Minute sich auf 4:5 rantasten. Die Freiburger wollte jetzt den Ausgleich erzwingen um sich in die Verlängerung zu retten.

Doch rechtzeitig zum Showdown in den Schlussminuten waren die Löwen wieder „sharp“ und verhinderten nicht nur den Ausgleich der Wölfe, sondern erzielten in Person von Lewandowski auch noch den 6:4 Endstand ins leere Tor (60.). Lewandowski krönte mit dem Tor einen für ihn überragenden Abend mit drei Vorlagen und dem Empty Netter.

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