Nachrichten Nierstein | An diesem Mittwochnachmittag gegen 15:25 Uhr kam es zu einem Unfall auf der Bundesstraße B9 in Nierstein im Bereich der Rheinfähre Landskrone. Der Anhänger eines LKW war in einer Kurve umgekippt.

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Beim Wenden auf die  Fahrbahntrennung gefahren

Wie die Polizei vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, handelte es sich um einen 12-Tonner aus Polen, der mit Möbelstücken beladen war. Dieser war auf der B9 von Mainz in Fahrtrichtung Worms unterwegs. Nach aktuellen Kenntnissen zeigte sein Navigationsgerät an, dass er auf der Straße nicht weiter kommt, weshalb er drehen wollte. Er bog also nach links in Richtung der Rheinfähre in die Straße „Am Fahrt“ ab und fuhr dann nach rechts in die „Straße der Kornsand-Ofer“. Anschließend wollte er wieder nach rechts auf die B9 in Richtung Mainz fahren. Dabei fuhr er mit dem Zwillingsreifen des Anhängers auf die hohe und rot-weiß markierte Fahrbahntrennung auf dem Bordstein, woraufhin der Anhänger nach links umkippte.

Anhänger wurde mit einem Autokran aufgerichtet

Wie der Pressesprecher der Feuerwehr Oppenheim vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, wusste man beim Eintreffen an der Einsatzstelle zunächst nicht, was der Lkw geladen hatte. Die Einsatzkräfte stellten daher als erstes den Brandschutz sicher. Anschließend wurde das Fahrzeug mit Holzlatten und Fußplatten (großflächige und schwere Trägerelemente, in denen sich Bauzäune und Straßenschilder verankern lassen) abgestützt. Damit sollte ein weiteres Kippen verhindert werden.

Es wurde dann ein Autokran der Firma Gaus aus Worms bestellt, um den Lastwagen zu sichern und den 4,5 Tonnen schweren Anhänger wieder aufzustellen. Dafür musste dieser zunächst mithilfe von zwei Luftkissen angehoben werden, um das Aufstellen zu ermöglichen. Dies geschah erst um 18:10 Uhr. Anschließend wurde der Lastwagen durch einen LKW-Abschlepper von der Firma Bott abgeschleppt. Bei dem Unfall kamen keine Personen zu Schaden.



Ein kilometerlanger Stau entstand

Der Verkehr wurde von der Polizei weiträumig umgeleitet. An der Wörrstädter Straße wurde der Verkehr direkt in Richtung Mainz umgeleitet, sodass die Fahrzeuge nicht in den Bereich der Einsatzstelle fahren konnten. Auf der B9 wurde der Verkehr im Wechsel einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Dadurch kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen und einem Kilometerweiten Rückstau auf der B9 in beide Richtungen. Gegen 18:45 Uhr konnte die Einsatzstelle geräumt und wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Schaden am Lkw im fünfstelligen Bereich

Der entstandene Sachschaden am Lastwagen wird von der Polizei auf 10.000 Euro geschätzt. Der Sachschaden an der ebenfalls beschädigten Fahrbahn konnte noch nicht beziffert werden. Wie die Polizei mitteilt, hängt die Schadenshöhe davon ab, wie die Straßenmeisterei die Fahrbahn im Anschluss wieder reparieren wird.

Im Einsatz waren insgesamt 25 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren Nierstein und Oppenheim sowie die Polizei, die hauptsächlich die Unfallstelle absperrte und den Verkehr umleitete. Außerdem war ein Autokran der Firma Gaus aus Worms sowie ein Lkw-Abschlepper der Firma Bott vor Ort im Einsatz.


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