Symbolfoto: Pixabay

Nachrichten Wiesbaden | Die Wiesbadener Tafel, Kolpings Speisekammer in Wiesbaden-Biebrich und der Brotkorb AKK mussten ihre Arbeit aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einstellen. Das trifft bedürftige Bürgerinnen und Bürger besonders hart, denn sie waren auf das Angebot der Organisationen angewiesen, um günstig an Lebensmittel zu kommen.

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Über 3.000 Wiesbadener sind in einer schwierigen Situation

Über 3.000 Wiesbadenerinnen und Wiesbadener sind allein bei der Tafel registriert. Betroffen sind allerdings noch wesentlich mehr. Deshalb hat die Tafel gemeinsam mit Wiesbadener Unternehmen, Kirchengemeinden, dem Amt für Soziale Arbeit, BauHausWerkstätten und Einrichtungen der Stadtteilsozialarbeit ein Projekt ins Leben gerufen.

„In der aktuellen schwierigen Situation stehen wir alle vor großen Herausforderungen. Besonders betroffen sind jedoch vielfach Familien und Haushalte mit geringem Einkommen. Aufgrund der leider immer noch recht weit verbreiteten ‚Hamsterkäufe‘ sind oft die preisgünstigen Produkte schnell ausverkauft. Menschen mit geringen Einkommen sind nicht in der Lage, günstige Lebensmittel in großen Mengen zu kaufen. Sie müssen von daher auf teurere Produkte ausweichen, was natürlich das knappe Budget zusätzlich belastet.“, sagt Sozialdezernent Christoph Manjura.

Lebensmitteltüten in die Stadtteile

Seit dem 30. März versorgen die Helferinnen und Helfer bedürftige Familien im Rahmen des Projektes „Lebensmitteltüten in die Stadtteile“ zielgerichtet mit Lebensmitteln versorgt. „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Beteiligten, Unterstützerinnen und Unterstützern wie Zuwendenden, die auch in der aktuellen Krisenzeit alles daran setzen, um arme Haushalte, Alleinstehende wie Familien, mit Lebensmitteln zu versorgen“, so Manjura.

Jeder leistet was er kann

Montags bis freitags werden so jeden Tag rund 60 bis 70 Lebensmitteltüten in insgesamt acht Wiesbadener Stadtteilen verteilt. Dabei hilft jeder so gut er kann. Die Tafel und befreundete Unternehmen stellen ihre Ressourcen und Logistik zur Verfügung. Ehrenamtliche der Wiesbadener Kirchengemeinden verpacken und verladen die Tüten. Das Amt für Soziale Arbeit ist die Schnittstelle zwischen Tafel und Ehrenamtlichen und den Einrichtungen in den Stadtteilen. Ehrenamtliche der BauHausWerkstätten Wiesbaden stellen ihre Fahrzeuge zur Verfügung und liefern in Schichten an die Einrichtungen der Stadtteilsozialarbeit. Diese und ihr Netzwerk mit anderen Einrichtungen im Stadtteil verteilen die Waren zielgerichtet. Das Projekt ist bis zum 19. April geplant. Gegebenenfalls soll die Aktion danach verlängert werden.

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