Bereits am Mittwochmorgen hatten 44 Prozent aller in Rheinland-Pfalz Stimmberechtigten die Unterlagen für die Briefwahl zur Landtagswahl beantragt. Das hat Landeswahlleiter Marcel Hürter mitgeteilt. Gehe man von einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent aus, entspricht das 63 Prozent der Stimmen, die insgesamt abgegeben werden. Noch bis Freitag, 18 Uhr, können Stimmberechtigte laut Hürter die Briefwahl beantragen.

Bei der vergangenen Landtagswahl vor fünf Jahren habe der Anteil der Briefwähler noch bei 31 Prozent gelegen, teilt der Landeswahlleiter mit. Der Anstieg jetzt zeige, dass den Wählern “die Teilnahme an demokratischen Wahlen auch in Pandemiezeiten sehr wichtig ist”. Allerdings zeige es auch, dass der Anteil derer, die ihre Stimme in einem Wahllokal abgeben wollten, auch noch hoch sei.

Die Wahllokale haben am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. “Eine Wahlteilnahme ist auch ohne Wahlbenachrichtigung möglich”, sagt Hürter. Fehle die Benachrichtigung, genüge es für Wahlberechtigte, einen Ausweis oder einen Reisepass ins Wahllokal mitzunehmen.

“Ein Kraftakt”

Diese Wahl sei schwer zu organisieren gewesen, sagt Hürter. Er danke daher den Kommunen: „Sie haben in der Abwicklung des großen Briefwahlaufkommens und vor allem in der Organisation der pandemiekonformen Urnenwahl große Herausforderungen zu meistern.“

Die Kommunen statten am Sonntag die Wahllokale mit Markierungen aus. Diese zeigen den Wählern auf, wie sie den notwendigen Abstand zueinander halten können. Auch gebe es Scheiben aus Plexiglas, Desinfektionsspender und weitere Hygienemaßnahmen. Das alles war laut Hürter “ein Kraftakt”.

Nun fehlt nur noch eins – die Wähler. Sie ruft der Landeswahlleiter auf: “Nehmen Sie bitte an der Wahl teil!”