SOS Kinderdörfer Lesbos

Die griechische Regierung hat Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet. Durch die Maßnahmen muss die Organisation SOS-Kinderdörfer ihre Arbeit mit geflüchteten Kindern auf der Insel Lesbos vorerst einstellen. Die Hilfsorganisation ist im Camp Cara Tepe auf Lesbos die einzige Institution, die seit mehr als drei Jahren aktiv tätig  ist. Es werden mehr als 200 Mädchen und Jungen psychologisch betreut. Ein Drittel der 42.000 Geflüchteten auf den griechischen Inseln sind Kinder.

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SOS-Nothilfekoordinatorin Popi Gkliva zu der Situation auf Lesbos

„Die Menschen, und ganz besonders Kinder und Jugendliche, sind ohnehin in einer sehr schwierigen psychischen Verfassung. Verzweiflung, Depressionen und Angst sind weit verbreitet. Wenn unsere Mitarbeiter nun nicht mehr täglich kommen, bedeutet das eine zusätzliche Verunsicherung“

Obwohl es Gkliva für wahrscheinlich hält, dass sich das Virus angesichts der hohen Zahl an Menschen auch in den Flüchtlingscamps ausbreitet, ruft sie zu Ruhe und Besonnenheit auf. Sie sagt: „Wir dürfen die Kinder nicht auch noch mit aufgeheizten Spekulationen und Panik belasten.“ Erste Gerüchte, dass es bereits zwei Infizierte in einem der Camps gebe, hätten sich nicht bestätigt.

Gkliva hofft, dass die SOS-Mitarbeiter ihre Arbeit im Camp Cara Tepe möglichst bald wiederaufnehmen können: „Unsere Mitarbeiter sind bereit!“

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