Archivfoto: Mario Thurnes

Neunkirchen. Die Saar-Linke steht nach inneren Querelen an diesem Wochenende vor einer Weichenstellung: Der Parteitag in Neunkirchen wählt einen neuen Vorstand. Unterdessen meldet sich der große alte Mann der Partei nochmal zu Wort: Oskar Lafontaine fordert mehr staatliches Engagement für mittelständische Unternehmen.

“Die Entwicklung bei verschiedenen saarländischen Industriebetrieben – das letzte Beispiel ist Halberg Guss – zeigt, dass die bisherige Herangehensweise der Landesregierung zur Rettung von Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten, unzureichend ist”, sagt Lafontaine. Er erinnert an die linke Forderung nach einem Beteiligungsfonds, dem “Saarlandfonds”. Aus dem soll Unternehmen unter die Arme gegriffen werden, die in eine Notlage geraten sind.

Die Probleme bei Halberg Guss sind der Anlass für Lafontaines Äußerungen. Das Hauptproblem des Unternehmens sei die fehlende Liquidität. Zwar habe das Land angeboten, Bürgschaften zu stellen. Das ist aber nach Ansicht Lafontaines unzureichend.

Lafontaine legt nach: Er fordert Beteiligungen des Landes an wichtigen Unternehmen. Wenn das Land einen Anteil von mindestens 25,1 Prozent erwerbe, könne es gewisse Entscheidungen mit einer “Sperrminorität” blockieren.