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Nachrichten Groß-Gerau | Der Kreis Groß-Gerau ist Mitglied des Städtebündnisses „Seebrücke. Schafft sichere Häfen!“. Der Landkreis fordert jetzt anlässlich der Situation an der griechischen Grenze (wir berichteten), dass die Bundesrepublik Deutschland den Migranten, die dort festsitzen hilft. Man müsse der Situation mehr Aufmerksamkeit schenken. Landrat Thomas Will und der erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer äußerten sich jetzt dazu.

 


„Alle Welt schaut derzeit auf die Bedrohung durch das Coronavirus. Viel zu sehr gerät dabei die humanitäre Katastrophe an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland aus dem Blick“, so die beiden. „Wenn schon deutsche Schiffe in der Ägäis unterwegs sind, dann müssen das Lazarettschiffe sein, die Menschen retten.“

Wir müssen Humanität leben

„Wir dürfen Menschen nicht im Stich lassen. Wir müssen Haltung zeigen und Humanität leben“, sagte Will bereits im letzten Sommer, als die Entscheidung fiel, dem Städtebündnis der Sicheren Häfen beizutreten. „Gerade jetzt, da der Weltfrauentag am 8. März begangen und überall mit wohlfeilen Worten an die Errungenschaften der vergangenen 100 Jahre erinnert wird, müssen wir über unsere eigenen Grenzen hinausschauen und den Frauen, Kindern, Familien anderer Weltregionen ebenfalls Chancen bieten.“, ergänzte er kürzlich.

Groß-Gerau ist bereit Flüchtlinge aufzunehmen

Sie fordern die Politiker in Deutschland und der Europäischen Union dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und den Menschen zu helfen. „Es kann nicht sein, dass Menschenrechte keine Rolle mehr spielen und die Ärmsten der Armen an der europäischen Außengrenze zur Türkei als Spielball von Machtpolitik in einer Sackgasse sitzen“, sagten sie dazu. „Wir als Kreis sind bereit, unseren Anteil zu leisten und auch Menschen aufzunehmen, wenn dies nötig ist.“ Es gäbe viele weitere Kommunen, die Flüchtlingen helfen würden.