Symbolfoto: Mario Thurnes

Homburg. Abgefahrene Reifen unter Autobahnbrücken, aufgeplatzte Mülltüten im Gebüsch oder Farbeimer am Straßenrand – illegal entsorgter Müll ist für alle ein sichtbares Ärgernis. Und es ist nicht nur ein gefühltes Problem. Die öffentlichen Kosten für wilden Müll steigen beträchtlich. Der Landtagsabgeordnete der Linken, Ralf Georgi will es nun genauer wissen.

Allein 130 000 Euro hat laut Georgi die Stadt Homburg ausgegeben, um illegalen Müll zu entsorgen. 285 000 Euro waren es im Staatswald, wie der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) bereits im März berichtete. Damit sind die Kosten innerhalb von vier Jahren um 81,5 Prozent gestiegen.

Jost sagte: „Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, Abfälle einfach im Wald abzukippen und anderen damit Unkosten, Arbeit und Ärger zu bereiten.“ Wertstoffhöfe, Grünschnittdeponien oder Verbrennungsanlagen stünden zur korrekten Entsorgung bereit. Von alleine löst sich das Problem indes nicht: Ein Autoreifen braucht zum Beispiel 2000 Jahre, bis er verrottet.

Georgi hat nun eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Der Linken-Abgeordnete möchte wissen, wie viele Bußgeldverfahren es in den letzten fünf Jahren wegen illegaler Müllentsorgung gegeben hat – und wie viele Strafverfahren. Auch möchte er wissen, wo die Brennpunkte liegen.