Symbolfoto Integration: Pixabay Geralt

Saarbrücken. Knapp 3000 Euro gibt das Land monatlich im Schnitt für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aus. Das ergab eine Antwort, die die Landesregierung auf eine Anfrage der AFD gegeben hat.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gelten als besonders hilfsbedürftig. Der Gesetzgeber hält besondere Angebote in Sachen Therapie und Integration für notwendig. Wobei dieser Bedarf individuell festgestellt wird. Entsprechend unterscheiden sich die Kosten pro unbegleitetem minderjährigen Flüchtling.

Im Schnitt sind es 35 000 Euro im Jahr, teilte das Land auf eine Anfrage des AFD-Landtagsabgeordneten Lutz Hecker mit. Die angefragten Kosten für das Jahr 2018 konnte das Land nach eigenen Angaben nicht liefern. Die Hilfe findet in den Städten und Gemeinden statt, das Land übernimmt dann anschließend die Kosten.

Laut der Antwort waren 630 junge Menschen im Januar 2018 in der Obhut der Jugendhilfeträger. Im Dezember waren es dann noch 391 junge Menschen. Die Frage, ob sie wirklich minderjährig sind, sorgt mitunter für hitzige Debatten. In 63 Fällen hat das Land nach eigenen Angaben prüfen lassen, ob der Antragssteller tatsächlich minderjährig ist. In 15 Fällen habe nachgewiesen werden können, dass es sich bei dem Geprüften um keinen Minderjährigen handelt.