Symbolbild

Seit über einer Woche steht in Mainz die Corona-Ampel auf Rot. Neben zahlreichen Einschränkungen hatte dieses auch Auswirkungen für den Rotlichtbereich in Mainz. Bordelle und jegliche Art von Prostitution mussten schließen bzw. eingestellt werden. Doch ein Bordell im Mainzer Bahnhofsviertel darf, trotz roter Corona-Ampel, wieder öffnen.

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Hintergrund ist, dass die Betreiberin des Bordells beim Stadtrechteausschuss der Stadt Mainz Beschwerde gegen die Schließung eingelegt hatte. Der vorsitzende Richter des Ausschusses hat dieser Beschwerde in einem Eilverfahren nun Recht gegeben. Die Schließung sei unverhältnismäßig, so der Ausschuss in seiner Begründung.

Sie darf nun in ihrem Bordell, welches in der Nähe des Mainzer Hauptbahnhofs liegt, wieder Kunden empfangen. Von ihrem Bordell würde kein hohes Infektionsrisiko ausgehen, dieses konnte die Betreiberin dem Ausschuss klar machen. In ihren Räumen gälte überall Maskenpflicht und Oralsex sei verboten. Außerdem würde jeder Kunde zwecks Nachverfolgungsmöglichkeit registriert werden.

Auch ein Bordell in Mainz-Hechtsheim darf öffnen

Momentan prüft die Stadt Mainz ob die Entscheidung des Ausschusses akzeptabel ist. Ein Sprecher der Stadt Mainz bestätigte BoostyourCity gegenüber, dass neben dem Bordell in der Bahnhofstraße noch ein weiteres Bordell im Gewerbegebiet in Mainz-Hechtsheim, in der Nähe eines bekannten Schnellrestaurantes von der bestehenden Allgemeinverfügung befreit ist.

Er betonte jedoch, dass die Öffnung dieser beiden Bordellbetriebe nicht automatisch auf weitere Betriebe des Prostitutionsgewerbes gilt. Jeder einzelne Betrieb müsse sich an den Stadtrechteausschuss wenden, sofern er meine er könne von der bestehenden Allgemeinverfügung befreit werden.

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