Symbolbild: fehelnde Rettungsgasse | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Bei einem schweren Verkehrsunfall am vergangenen Donnerstag auf der A5 bei Heidelberg, kümmerte sich die Polizei nicht nur um die Verkehrsregelung und Unfallaufnahme. Ganz gezielt richtete sie auch das Augenmerk auf das Thema „Rettungsgassenverstoß“ und greift hart durch.

Nach dem LKW-Unfall mit einem Schwerverletzten bildete sich ein Stau von gut 20 Kilometern. Während des Staus kontrollierte die Polizei in der Zeit zwischen 14:45 Uhr und 15:15 Uhr eine halbe Stunde lang die Fahrtrichtung Heidelberg hinsichtlich der Bildung der erforderlichen Rettungsgasse.

Auf einem Teilstück von fünf Kilometern mussten die Beamten über 100 Verstöße feststellen. Insgesamt über 23.000 Euro Bußgelder ist die erschreckende Bilanz dieser Kontrolle. Den Haltern wird nun in den nächsten Tagen ein Bußgeldbescheid von rund 200 Euro ins Haus flattern.

Auch auf der Gegenfahrbahn kam es durch Gaffer zu einem etwa zwei Kilometer langen Stau.

Ein 47-jähriger Fahrer eines 7,5-Tonners war kurz vor der Ausfahrt Bruchsal fast ungebremst auf einen anderen LKW aufgefahren und schob diesen wiederum auf einen Weiteren. Der Unfallverursacher wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus seinem Wrack befreit werden. Er kam schwer Verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.