Wie groß ist der Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Jobverlust? Eine Langzeitstudie des IFO Instituts für die Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt zwar stark verändert, aber nicht bedeutend schrumpft. Jeder 5. Arbeitsplatz wurde in den letzten 20 Jahren von einem anderen Tätigkeitsfeld ersetzt. Welche Chancen diese Turbulenzen mit sich bringen, welche Berufe an Wichtigkeit gewinnen und wie der Einzelne davon profitiert, wird im Folgenden erklärt.


Fachkräfte und Experten gesucht

Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an Arbeiter und Angestellte. Fakt ist: während Unternehmen gut ausgebildete Mitarbeiter suchen, schwinden Routineaufgaben. Früher aufwändiges Handwerk läuft nun automatisch ab. So ersetzten zum Beispiel CNC Maschinen so manchen guten Handwerker, der daraufhin entweder Programmieren lernte oder ganz umsattelte. In Zukunft sind daher umso mehr Mitarbeiter gefragt, die hohe Qualifikationen und Kompetenz für Planungsaufgaben und Organisation mit sich bringen.

Welche Jobs haben Zukunft?

Will ein Kandidat künftig seine Chancen am Arbeitsmarkt sichern, benötigt er vor allem neues Wissen. Das bedeutet eine Chance für alle diejenigen, die sich dieser Entwicklung nicht verschließen. Laut einem Ranking der Berufe nach Beschäftigten in Deutschland in der IHK Studie werden auch künftig Bürofachkräfte, Verkäufer oder Kraftfahrzeuglenker einen hohen Anteil am Arbeitsmarkt ausmachen. Neu ist jedoch, dass Berufe wie Unternehmensberater, Organisator, Datenfachmann und Techniker deutliche Zuwächse verzeichnen. Lenken, steuern und organisieren gewinnen ebenso an Wichtigkeit wie Kompetenz im Umgang mit Daten. Sowieso sind Jobs mit einer hohen Affinität an digitalem Wissen mit Blick auf die Zukunft von ziemlicher Relevanz. Sei es als Programmierer oder für den zunehmenden Markt der virtuellen Unterhaltung. Dahingehend werden auch viele Fähigkeiten nachhaltig gefördert. So ist es mittlerweile ein Leichtes, online zu lernen, sein eigenes Schere-Stein-Papierspiel oder Blackjack-Spiel zu entwickeln. Dieses Wissen kann man dann beispielsweise anwenden, um live Blackjack auf JohnSlots.com spielen zu können. Die Wege sind also vielseitig.

Spannende Ausbildungswege

Neue Tools eröffnen somit spannende Tätigkeiten, die sowohl Profis als auch Newcomern im Job gefallen. Dafür bieten Hochschulen laufend neue, interessante Lehrgänge, die Bewährtes mit digitalem Know-How verknüpfen. Völlig neue und überraschende Berufsbilder sind die Folge. Für Design und Kreativität bietet ein Studium in Fotografie oder User Experience Design neue Dimensionen. Die Absolventen sind hoch gefragt, gestalten Sie doch bildgebende Grundlagen – auch in Bereichen wie Medizin, Geografie oder Forschung und Entwicklung. Sind Mathematik oder die Naturwissenschaften die Stärken, kann ein ergänzendes IT-Studium die Sprungschanze zum Erfolg sein. Diese Absolventen planen schon während ihres Abschlusses Simulationen, zum Beispiel für Missionen ins All. Spezialisten der Psychologie tüfteln an Fahrerassistenzsystemen für Autofahrer oder Piloten, werden Technische Produktdesigner oder bewirken Gutes als Umwelttechniker.

Spezialisation und Erneuerung

Gerade für erfahrene Mitarbeiter sei die Weiterentwicklung im bestehenden Job wichtig, so die Spezialisten des IHK Reports. Immer schneller würden digitale Werkzeuge und Programme die Arbeitswelt beeinflussen. Wer an der Spitze dabei sein wolle, müsse sein derzeitiges Know-How laufend mit passenden Tools ergänzen und weiterentwickeln. Dabei setzten die Unternehmen auf individuelles Engagement und private Fortbildung. Es gehe darum, eigene Kernkompetenzen zu entwickeln. Denn vom Unternehmen vorgeschriebene Ausbildungswege wären ebenso überholt wie standardisierte Kompetenzprofile. Für eine vernetzte Arbeitswelt stünde das Spezialistentum eben an erster Stelle.

Lebenslanges Lernen

Wie solch eine Individual-Fortbildung aussehen könnte, bringt der Bildungsreport 2020 thematisch auf den Punkt. Auf der Basis einer Untersuchung des Stifterverbands und McKinsey beruhen drei so genannte „Future Skills“. Diese beschreiben die Kategorien der Zukunftskompetenzen für den Erfolg von morgen. Wichtig sind laut dieser Studie folgende Fähigkeiten:

  1. Technologische Kompetenzen – in für die Zukunft wichtigen Bereichen
  2. Digitale Schlüsselqualifikationen – ein Begriff der eher Kompetenzen des Zurechtfindens und aktiven Teilnehmens umschreibt als die Kenntnis einzelner Programme
  3. Nichtdigitale Schlüsselqualifikationen wie Anpassungsfähigkeit, Kreativität oder Durchhaltevermögen

Was den Arbeitsmarkt 4.0 so spannend macht sind seine Chancen. Ideal ist, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich gemeinsam den Herausforderungen stellen. Denn nur dann wird es möglich, dass Kompetenz, Weiterbildung und Strategie zu einer Win-Win Situation für alle Beteiligten führen.