Symbolfoto: Mario Thurnes
Symbolfoto: Mario Thurnes

Mehr als der Hälfte der deutschen Internetnutzer droht ab spätestens 2021 ein Surfen im Schneckentempo. Schuld ist die dann anstehende 3G-Abschaltung. Das hat das Fachportal PC-Welt berichtet. Das Saarland könnte demnach besonders betroffen sein.

Alles redet über 5G. Die Deutsche Telekom hat sogar schon Tarife vorgestellt. Doch laut der Bundesnetzagentur verfügten Ende des vergangenen Jahres gerade mal 47 Prozent der Nutzer über SIM-Karten, die LTE-tauglich waren. Demnach waren 53 Prozent noch mit 3G-SIM-Karten ausgerüstet. Das sind 57 Millionen Geräte.

Das 4G-Netz stünde für manche auch gar nicht zur Verfügung. In ländlichen Regionen könnten im Schnitt nur 73,5 Prozent der Nutzer es in Anspruch nehmen. In manchen Landstrichen sei es sogar weniger als die Hälfte, wie die Computerwoche berichtet. Das Saarland liegt demnach auf dem vorletzten Platz des Ländervergleichs mit 66,9 Prozent Verbreitung – schlechter ist nur das Nachbarland, Rheinland-Pfalz kommt laut Computerwoche auf 66,7 Prozent. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf den ländlichen Bereich.

Untersucht hat die Verbreitung des Netzes die Initiative „Opensignal“. Sie hat sich auch die einzelnen Regionen angeschaut. Unter den fünf Regionen mit der bundesweit schlechtesten Verbreitung findet sich das Saarland indes nicht – besonders schlecht ergeht es den Nutzern, die in der Eifel oder Nahe der polnischen Grenze leben.

Einige Betreiber haben nun angekündigt, nächstes Jahr, spätestens aber 2021 das 3G-Netz abschalten zu wollen. Es wird auch benötigt, um den 5G-Ausbau zu ermöglichen. Wenn es geht, müssen die Nutzer auf 4G aufrüsten – oder sich mit dem 2G-Netz begnügen – das bleibt für Telefonate und SMS-Dienste vorerst erhalten.

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