Torsten Rohe, Kreisvorsitzender der Jungen Union Mainz

Nachrichten Mainz | Die Junge Union Mainz hatte die Einführung der Maskenpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Personennahverkehr gefordert (wir berichteten). Nachdem Malu Dreyer an diesem Mittwoch auf einer Pressekonferenz diese verkündet hat, sprach Boost your City mit Torsten Rohe, dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union Mainz darüber.

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Herr Rohe, Sie hatten sie Maskenpflicht in Mainz gefordert. Ist das, was Frau Dreyer in der Pressekonferenz verkündet hat das, was Sie sich vorgestellt hatten?

„Es soll ja eine Maskenpflicht in den Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr geben. Das können wir natürlich nur begrüßen, denn das ist ja genau das, was wir für Mainz gefordert hatten.“, so Rohe. „Ich glaube, dass es grundsätzlich eine gute und eine richtige Entscheidung war, wenn auch eine reichlich späte Entscheidung.“

Es sind zwar auch Tücher und Schals erlaubt, aber gibt es denn überhaupt genug Masken in Mainz? 

„Ich glaube, ein Schal bei dem Wetter ist noch unangenehmer als eine Maske. Ich persönlich habe mich vor einigen Wochen einigermaßen an die Maske gewöhnt, da wir als Junge Union auch einen Einkaufservice für ältere Menschen anbieten, da trage ich dann auch eine Maske. Da muss man sich natürlich dran gewöhnen. Aber auch ich habe mich natürlich gefragt, ob wir denn genug Masken haben. Deshalb habe ich mich informiert und erfahren, dass Masken beispielsweise in mehreren Apotheken in Mainz-Gonsenheim sowie in Drogerien in der Innenstadt zu bekommen sind. Ich persönlich habe das Gefühl, dass man durchaus an Masken kommt, wenn man da etwas bemüht ist.“ erklärt Rohe.

Wie ist Ihre Einschätzung, werden die Menschen die Maskenpflicht weitestgehend befolgen?

„Als gebürtiger Mainzer hoffe ich natürlich, dass die Menschen die Regelungen annehmen werden. In den letzten Wochen hatte ich auch den Eindruck, dass sich die Menschen sehr gut an die Beschränkungen gehalten haben. Seit die Geschäfte am Montag wieder geöffnet sind,  habe ich aber auch wieder vermehrt Menschen auf der Straße gesehen. Für den ein oder anderen ist es bestimmt noch ein beklemmendes Gefühl so eine Maske zu tragen. Das Tragen der Masken hat aber etwas mit Solidarität zu tun und das muss dann auch ganz klar kontrolliert werden. Ich bin aber sicher, dass sich die meisten daran halten werden und diejenigen, die sich nicht daran halten, müssen dann erneut aufgeklärt werden. Irgendwann müssen dann aber auch Sanktionen folgen.“, so der Kreisvorsitzende.

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In Hessen gilt die Maskenpflicht für Kinder unter 6 Jahren nicht. Wäre das auch in Mainz denkbar? 

„Ich könnte mir vorstellen, dass ein 4- oder 5-jähriges Kind die Maske dann auch hin bekommt, die Maske zu tragen. Einfach schon wegen dem Schutz der Kinder sollten sie die Maske tragen, denn selbst Erwachsene Menschen greifen sich häufig unbewusst ins Gesicht und ich glaube bei Kindern ist das noch viel häufiger der Fall. Klar kann man die Mutter eines Zweijährigen nicht dafür sanktionieren, wenn ihr Kind keine Maske trägt, doch ich glaube auch bei der Maskenpflicht müssen die Erwachsenen einfach mit einem guten Beispiel voran gehen.“

Wie stehen Sie denn zu der schrittweisen Schulöffnungen?

„Es ist natürlich eine gute Sache, dass Masken und Desinfektionsmittel gestellt werden aber das reicht nicht. Wenn man sich an seine Schulzeit zurück erinnert, fällt den meisten wohl auf, dass auch Seife und Toilettenpapier in Schulen häufig Mangelware war und noch immer ist. Ich glaube es macht grundsätzlich keinen Sinn irgendeine Schule wieder zu öffnen bevor nicht alle vier Sachen, nämlich Masken, Desinfektionsmittel aber auch Seife und Toilettenpapier zur Verfügung stehen. Was außerdem wichtig ist, ist dass auch Lehrerinnen und Lehrer mit den Masken ausgestattet werden, denn viele von ihnen gehören aufgrund ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe.“

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