Foto: Stadt Ingelheim

Nachrichten Ingelheim | Die Stadt Ingelheim wird auf Beschluss des Stadtrates bereits im zweiten Jahr aktiv. Sie begrünt städtische Flächen, um das Stadtbild bunter zu gestalten und die Artenvielfalt zu fördern.

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Im Rahmen der schnellen Weiterentwicklung und des rasanten Wachstums der Städte seit dem 19. Jahrhundert und der industriellen Revolution hat die Artenvielfalt sehr gelitten. Die Städte wuchsen, damit verbunden brauchte man ein ausgebautes Straßennetz. Aber auch die Landwirtschaft brauchte größere Flächen und setzte häufiger Spritzmittel ein. All das führte dazu, dass die natürliche Pflanzenwelt immer mehr verloren gegangen ist.

Ingelheim bietet dem Artensterben die Stirn

Diesem Wandel bietet die Stadtverwaltung Ingelheim nun die Stirn. Bereits im zweiten Jahr begrünt die Stadt nun eigene freie Flächen.

„Diese Maßnahmen sind unser aktiver Beitrag den wir leisten um dem Artensterben etwas entgegenzusetzen. Ganz nebenbei wird die Gemarkung durch die Maßnahmen bunter, vielfältiger, sowie lebendiger und dient vielen Arten als Trittsteinbiotop“ so Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll.

Insgesamt 32.200 Quadratmeter neuer Lebensraum

Wie bereits im letzten Jahr wurden in der Gemarkung zum Beispiel am Kreisel in Groß-Winternheim und an der Griesmühle Saatmischungen ausgesät. Dieses Jahr wird entgegen dem letzten Jahr die Mischung „Schmetterlings und Wildbienensaum“ getestet.

Die Stadt Ingelheim schaut hier genau welche Pflanzen im milden Ingelheimer Klima am besten wachsen und gedeihen. Ein weiteres Augenmerk liegt auf den natürlich vorkommenden Kräutern.

Gemeinsam mit dem Naturschutzbund sollen sie in der Bepflanzung an den Straßenrändern zum Beispiel auf der Carolinenhöhe oder der Binger Straße entwickelt werden. Die Wiesenflächen werden einmal jährlich gemäht, damit die Pflanzen ihre Samen aussäen können und wieder neu wachsen und sich verbreiten können.

Insgesamt wurden so inzwischen 32.000 Quadratmeter bunter Flächen als Lebensraum für Käfer, Bienen, Schmetterlinge, Nachtfalter und Spinnentiere geschaffen. Einige davon dienen der Natur wiederum als Nahrungsgrundlage für Vögel und Säugetiere.

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