Ralf Claus | Foto: SPD Ingelheim

Die Ärztliche Bereitschaftspraxis in Ingelheim wird im Rahmen einer umfangreichen Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes noch in diesem Jahr von der Kassenärztlichen Vereinigung geschlossen. Die Praxis befindet sich im Gebäude der Klinik Ingelheim in der Turnerstraße 23. Bereitschaftspraxen, wie die in Ingelheim, richten sich an Patienten, die in der Nacht oder am Wochenende ärztliche Hilfe benötigen.

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Oberbürgermeister Ralf Claus zur Schließung

„Diese Entscheidung ist keine gute Nachricht für die Menschen in unserer Stadt und in meinen Augen ein Schritt in die falsche Richtung“ Nachdem ein Erhalt des Ingelheimer Krankenhauses gelungen ist, ist dies ein herber Rückschlag im Hinblick auf die ärztliche Versorgung in Ingelheim und der Region, teilte der Oberbürgermeister in einer Pressemitteilung mit.

Der Oberbürgermeister der Stadt Ingelheim befürchtet, dass die geplante Verlagerung nach Mainz und Bingen für die hilfesuchenden Menschen spürbare Verschlechterungen, insbesondere im Hinblick auf Wartezeiten, zur Folge haben wird. Gleichzeitig befürchtet er, dass es in Folge einer Schließung der Bereitschaftspraxis eine verstärkte Inanspruchnahme der Rettungsdienste geben werde, so dass diese dann an erforderlichen Stellen fehlen würden. „Besser ist doch eine schnelle Hilfe vor Ort“, bekräftigt das Stadtoberhaupt.

Claus bedauert weiter, dass die Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz vor der Entscheidung keine Gespräche über Alternativen angeboten habe. „Wir haben der KV schon vor Wochen deutlich signalisiert, dass wir uns in Bezug auf einen wirtschaftlichen Betrieb der Bereitschaftspraxis ein Engagement der Stadt vorstellen können“, so der OB. Leider seien dazu keinerlei Gespräche zustande gekommen.

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