Symbolfoto: Pixabay

Nachrichten Frankfurt | Wer nachts mit den Zähnen knirscht, ist damit nicht allein. Wie die BARMER an diesem Dienstag mitteilte, leidet Schätzungen zufolge etwa jeder zweite Deutsche unter diesem nächtlichen Phänomen. Eine sogenannte Aufbissschiene kann dabei Abhilfe schaffen und das Zähneknirschen verhindern.

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Besonders junge Erwachsene sind betroffen

„Hessische Zahnärzte verschrieben im Jahr 2017 etwa 240.000 Hessinnen und Hessen (3,9 Prozent) dieses Hilfsmittel,“ teilte Martin Till, Landesgeschäftsführer der BARMER Hessen nun mit. Betroffen sind vor allem junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren. Im Duchschnitt kostet so eine Schiene rund 200 Euro. Wenn man nach der Anzahl der Verordnungen geht, haben die Menschen in Hamburg die meisten Probleme. Immerhin 4,8 Prozent der Bevölkerung erhielten eine Aufbissschiene. Die wenigsten Verordnungen mit 1,9 Prozent gab es in Thüringen.

Stress fördert Zähneknirschen

Wer stark im Stress ist, beißt im wahrsten Sinne des Wortes auch nachts die Zähne zusammen und nutzt dabei sein Gebiss stark ab. Ein Fall für den Zahnarzt, denn Karies, Zahnfleischbluten und Zahnausfall können die Folgen sein. Mediziner sprechen beim Zähneknirschen von der Abrasion der Kauflächen, der Abnutzung der Zahnhartsubstanz. Dies wird durch häufiges und oft unbewusstes nächtliches Zähneknirschen noch zusätzlich begünstigt.

Beim Kauen oder Schlucken kommen unsere Zähne immer nur Sekundenbruchteile in Kontakt. In der verbliebenen Zeit kann sich die Kaumuskulatur normalerweise entspannen. Nächtliches Zähneknirschen oder Kieferpressen erfolgt hingegen in Phasen von bis zu 20 Minuten und mit bis zu 800 Newton Kraft, was ungefähr 100 Kilo entspricht. Doch das Zähneknirschen kann sogar tagsüber stattfinden. Zur Vorbeugung ist es wichtig zu lernen, mit Stresssituationen langfristig besser umzugehen, beispielsweise durch ein gutes Zeitmanagement oder ein Entspannungstraining.

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