Fit & Gesund | Immer mehr Menschen leiden an Schlafproblemen, sie können über einen längeren Zeitraum nicht lange oder tief genug schlafen oder haben Probleme beim Einschlafen. Die Forschung zeigt: Fast ein Drittel der Deutschen kann mindestens einmal in der Woche nur schlecht ein- oder durchschlafen. Bei den 60- bis 79-Jährigen sind es sogar noch mehr. Die Gründe dafür sind unter anderen Schmerzen, nächtliche Toilettengänge, unruhige Beine, körperliche Inaktivität oder psychische Belastungen wie kreisende Gedanken.


Kleine Änderungen der Verhaltensweisen können helfen

Wer Schwierigkeiten mit dem Ein- und Durchschlafen oder nächtlicher Unruhe hat, sollte wann immer es möglich ist auf einen Mittagsschlaf verzichten oder dieser zumindest nicht länger als 30 Minuten halten. Da Tageslicht den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus unterstützt, ist es außerdem ratsam, tagsüber möglichst viel davon in die Räume zu lassen. So gewöhnt sich der Körper besser daran, dass Schlafenszeit ist, wenn es dunkel ist. Auch Bewegung im Freien ist förderlich für einen guten und erholsamen Schlaf. Auf schwere Mahlzeiten dagegen sollte vor dem Schlafengehen verzichtet werden. Wer nachts häufig die Toilette besucht, sollte kurz vor dem Schlafengehen außerdem nicht mehr viel trinken.

Sich zum Schlafen zwingen wollen, ist häufig kontraproduktiv. Viel eher helfen Rituale vor dem Zubettgehen, wie beispielsweise Musik hören oder in einem Buch oder einer Zeitschrift zu lesen. Der Körper gewöhnt sich dann mit der Zeit an diese Rituale. Wichtig ist auch die Wahl der richtigen Matratze sowie des richtigen Kopfkissens und einer angenehmen Decke. Viele Menschen bevorzugen es, unter einer Steppdecke zu schlafen, da sie eine gleichmäßige Wärmeleistung garantiert und einen guten Schlaf fördert.

Bei länger andauernden Schlafproblemen rechtzeitig zum Arzt

Bei den meisten Menschen ändern sich die Schlafgewohnheiten im Laufe des Lebens einige Male. Deshalb ist es generell erstmal nicht problematisch, wenn man zu anderen Zeiten schläft, als man es mal getan hat. Anders sieht es allerdings dann aus, wenn über mehrere Wochen hinweg die Schlafqualität leidet, denn das kann im Alltag zur Belastung werden.  Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten sind dann nicht selten die Folge.

In diesem Fällen spricht man meist von einer sogenannten Insomnie. Es handelt sich dabei um die häufigste Form einer Schlafstörung. Diese erhöht das Risiko für Stürze sowie für Infekte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen. Deshalb sollten Betroffene bei länger andauernden Schlafproblemen rechtzeitig einen Arzt aufsuchen und bei diesem Rat einholen. Das gilt übrigens auch bei unregelmäßigem Schnarchen, Atemaussetzern oder zusätzlich zu den Schlafstörungen auftretenden Beschwerden wie Schmerzen oder Verwirrtheit.