Symbolbild Pflege: Pixabay

Nordhorn. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in Nordhorn ein “regionales Pflegekompetenzzentrum” eröffnet. Das Besondere daran: Die Pflege wird dort über Staatsgrenzen hinaus organisiert – etwa ein Drittel des Einzug-Gebietes liegt in den Niederlanden.

In Nordhorn ist gut zu sehen, wie sich die Gesundheitsbranche entwickelt: Das dortige Marienkrankenhaus wurde zuerst zu einem Pflegeheim umgewandelt. Nun wird es zum regionalen Pflegekompetenzzentrum. Verschiedene Bereiche, die zur Pflege gehören, etwa Therapie und Rehabilitation werden an einem Ort gebündelt.

Das ist besonders für ländliche Regionen interessant. Der Landstrich zwischen Münster, Bremen und Groningen ist nur dünn besiedelt. In Zeiten des größer werdenden Fachkräftemangels tun sich die Städte und Gemeinden schwer damit, ausreichend Ärzte, Pfleger und Therapeuten zu finden.

Die Arbeit in Zentren ist auch für das Personal interessant. Die Konzentration kann helfen, Überstunden zu vermeiden und die anfallende Arbeit effektiver zu organisieren. Die Verantwortlichen der Zentren helfen den verschiedenen Einrichtungen, die Arbeit zu koordinieren.

Organisiert wird das Zentrum von der DAK-Gesundheit. Die Krankenkasse arbeitet mit dem Verein  “Gesundheitsregion Euregio” und der Universität Osnabrück zusammen. Die notwendigen zehn Millionen Euro stammen aus dem Innovationsfonds. Das Zentrum sei eine “große Chance für die Region, die Situation von Pflegebedürftigen und deren Familien wie auch der Pflegekräfte zu verbessern”, sagt Minister Spahn. Das Geld aus dem Fonds sei dafür gut angelegt.