Jetzt mal ehrlich: Bin ich dick? Foto: Der Dicke

In dieser Serie kommt das andere Ende der Leine zu Wort: Der Don. “Du bist nicht dick. Um dick zu sein, müsstest Du erst zwei Kilo abnehmen.” Ihr habt es sicher erraten: Auch dieser Scherz, stammt aus der Gag-Horror-Küche des Dicken. Dabei bin ich bestens in Form.

Ich bin ein friedliebender Hund. Eigentlich. Und besonders Menschen gegenüber hege ich selten Groll. Nur eine Sorte, die hasse ich – und zwar wie die Pest. Es sind die Deppen, die um die Ecke kommen und dem Dicken ins Ohr nöhlen: “Der ist aber dick.”

Und wie reagiert der A…h? Anstatt sich vor mich zu stellen und zu sagen: “Nein, der Dicke, das bin ich, sehen Sie mich doch nur mal an” lässt er das auf sich wirken. Jedes mal, wenn einer einen solchen Mist redet, wird mein Speiseplan zusammengestrichen.

Das ist besonders bitter, wenn wie in der vergangenen Woche der Schorsch geschlossen hat und ich auch nicht ins Saarland komme. Wenn ich also von meinen Reserve-Näpfen abgeschnitten bin. Dann kann ich förmlich zusehen, wie das schmale Polster um die Knochen schmilzt.

Weniger schlimm ist ein anderer Typus Mensch: Die sagen zwar auch zum Dicken, ich sei dick. Gerne mit Formulierungen wie: “Der ist aber gut ausgestattet um die Hüfte.” Kurz danach stecken sie mir aber ein Leckerli zu. Wobei am besten daran der Gesichtsausdruck des Dicken schmeckt.

Hypothetisch ist der Dicke schuld

Ich bin zwar nicht dick. Aber wenn es so wäre – also rein hypothetisch – dann ist das die Schuld des Dicken. Eindeutig. Denn ich bin ein Jagdhund. Und wenn ich mehr rauskäm’ und wenn der Dicke mir schneller hinterher käme, dann könnte ich mein Übergewicht viel besser abtrainieren – also das hypothetische.

Von der Leine darf ich auch nicht immer. Nur weil ich einmal in den Wald gelaufen bin. Und das andere mal. Und… aber das führt vom Thema weg. Denn eigentlich geht es ja darum, dass ich nicht dick bin. Was dieses Stück Mensch unverschämter Weise immer wieder von mir behauptet.

Als Beweis dafür führt er gerne ins Feld, dass mein Geschirr zwickt. Für mich kann das nur eines bedeuten: Dass mein Geschirr eingelaufen ist. Warum soll es das nicht? Bloß weil es nicht in die Waschmaschine kommt? Ein neues Geschirr und die Probleme wären erledigt.

Doch wenn er in dem Modus ist, sind das bittere Zeiten für mich. Und es wäre heute ein trüber Tag. Aber zum Glück hat der Schorsch wieder aufgemacht – und ich spüre schon, dass bald der Norbert kommt.

Hier finden Sie weitere Artikel der Serie