Foto (Amt f. Soziale Arbeit): Die Gruppe Jugendlicher aus Wiesbaden und Hongkong mit Sozialdezernent Christoph Manjura (rechts) 

Das passiert im Festsaal des Rathauses nicht allzu oft: Eine Breakdance-Gruppe zeigt ihre akrobatische Kunst. Sozialdezernent Christoph Manjura wippt begeistert mit, als Jugendliche der „Hongkong School of Hip Hop“ vorführen, was sie können.Sie sind im Rathaus zu Gast als Teilnehmende der achten Jugendbegegnung zwischen Wiesbaden und Hongkong.

Bereits 2012 hatte die Aktion im Rahmen von „Wiesbaden Weltweit“ begonnen. Seitdem fahren Jugendliche aus den Jugendzentren Klarenthal und Kastel alle zwei Jahre in den fernen Osten, dazwischen kommen chinesische Jugendliche nach Wiesbaden. Die Begegnungen dauern 14 Tage und umfassen ein breites pädagogisches und touristisches Programm mit Workshops und einem Tagesausflug nach Frankfurt.

Höhepunkt: gemeinsame Fahrt nach Holland

Der Höhepunkt ist immer eine gemeinsame Fahrt nach Holland, wo das internationale Hip-Hop-Festival „IBE“ in Heerlen stattfindet. Leider, so bedauert Stefan Ölke vom Jugendzentrum Reduit, sei dieses Mal keine Gruppe aus dem chinesischen Guangzhou mitgekommen, die sonst auch an der Begegnung teilnehmen.

Die internationalen Austauschprogramme, die von der Stadt Wiesbaden organisiert werden, finden sonst überwiegend im europäischen Ausland statt. Die „Hip-Hop“-Begegnung mit dem Titel „Respect your Next“ ist einer der spektakulärste Programmpunkt auf der Liste der zahlreichen internationalen Reisen.

Unterschiedliche Fördertöpfe gesucht

Wiesbaden möchte allen Jugendlichen internationale Kontakte ermöglichen, auch jenen, die es sich nicht so einfach leisten können. Deswegen werden unterschiedliche Fördertöpfe gesucht, die solche Reisen möglich machen. Hier finanziert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Begegnung mit.

Die Begleiterin der Gruppe aus Hong Kong, Ling Chang, bedankte sich für die andauernden guten Kontakte und überreichte Dezernent Christoph Manjura ein Andenken. „Mit Musik und Tanz können wir Sprachbarrieren überwinden“, sagte sie.

„Wir machen jedes Jahr wunderbare neue Erfahrungen“.

Manjura wünschte der Gruppe viel Spaß und wies auf das Zertifikat hin, dass alle Teilnehmenden zum Abschluss erhalten. „Es wird gut in euren Lebenslauf passen und bei Bewerbungen Aufmerksamkeit erregen“. Wiesbaden werde durch diese internationalen Kontakte „offener und kosmopolitischer“. Er dankte den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Amtes für Soziale Arbeit, die die Begegnung konzipieren und begleiten.

„Und wenn ich euch hier beim Tanzen zuschaue, bekomme ich immer Gänsehaut“. Ein Film aus dem vergangenen Jahr mit Bildern aus Hongkong und China zeigte sehr eindrücklich, wie eine Gruppe mit einer gemeinsamen Leidenschaft in kürzester Zeit zu Freunden werden kann.   Das wird mit dem aktuellen Gegenbesuch noch gefestigt. „Die Erinnerungen kann uns keiner mehr nehmen“, fasste es ein Teilnehmer zusammen. „Krass, wie schnell man Freunde werden kann.“