Nachrichten Mainz | Der Impfstoffhersteller Biontech aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz bestätigt, dass er gemeinsam mit dem Bundesland Bayern eine Software zur besseren Impfstoffverteilung entwickeln möchte.


Dazu erklärt CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner

„Für die zukünftige Impfkoordination sind das gute Nachrichten. Mit Biontech, Partnerunternehmen, Vertretern des Landes Bayern und unter Einbindung des Bundesgesundheitsministeriums nehmen sich Experten der Software-Entwicklung an, die dazu beitragen wird Impfprozesse zu optimieren und somit das Virus in den Griff zu bekommen.“

Im Kontext der Ankündigung zeigt sich der Mainzer CDU-Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU-Rheinland-Pfalz, Gerd Schreiner, verwundert und verärgert zugleich, denn das Land Rheinland-Pfalz gehört offensichtlich nicht zum Entwicklerteam. Biontech selbst hatte schon früher angemerkt, dass die Forschungs- und Innovationspolitik der rheinland-pfälzischen Landesregierung nicht förderlich sei (vgl. Capital, 21.01.2020).

„Ich bin stolz darauf, dass ein Unternehmen wie Biontech in Rheinland-Pfalz entstehen konnte – es ist jedoch bedauerlich, dass die Landesregierung offensichtlich als starker Partner für innovative Fortentwicklungen, die der Impfstoffhersteller vorantreibt, nicht infrage kommt“, so Schreiner. Der Mainzer Abgeordnete bemängelt, dass das Land nicht frühzeitig genug, auf Biontech zugegangen sei und der Impfhersteller deshalb andere Bundesländer mit ins Boot holt.

Erst vor wenigen Tagen habe der Mainzer Wirkstoff-Entwickler die Produktion seines Corona-Impfstoffs im hessischen Marburg aufgenommen. Schreiner kündigt an, bei einem CDU-Wahlsieg die Innovations- und Forschungspolitik in Rheinland-Pfalz neu auszurichten, damit solche ‘Abwanderungseffekte’ wie bei Biontech jetzt zukünftig nicht vorkommen.