Foto: Chiara Forg | Boost your City- Nachrichten Gustavsburg

Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Im Zeitraum 5. August bis 17. September hatten Gustavsburgerinnen und Gustavsburger die Möglichkeit, sich mit ihren Anregungen und Ideen am ISEK-Prozess (Ideen für Städtebauliches Entwicklungskonzept) zu beteiligen. Boost your City hat mit dem Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha im Rathaus in Ginsheim über die Ergebnisse gesprochen.


Zufrieden mit der Beteiligung

Der Bürgermeister ist sehr zufrieden mit der regen Beteiligung der Gustavsburger. Er berichtet, dass knapp 170 Vorschläge von den Bürgern im Rahmen des Projektes eingegangen sind. Die digitale Bürgerbeteiligung nennt der Bürgermeister einen „Meilenstein für ganz Hessen“. Das ISEK-Programm wird daher in Zukunft für Hessen förderfähig werden.

Puttnins-von Trotha teilte aber auch mit, dass es ihm teilweise schwer fällt, die Rückmeldungen einzuschätzen. Er war beispielsweise der Meinung, dass bestimmte Themen Gustavsburg stark bewegen, jedoch genau dazu wenig bis keine Rückmeldungen im Rahmen des ISEK-Programms kamen. Besonders was die Sport- und Kulturhalle Gustavsburg und das Bürgerzentrum Gustavsburg angeht, war er über die wenigen Rückmeldungen erstaunt.

Viele Ideen rund um den Burgpark und den Bahnhof

Umso mehr Ideen wurden hingegen für die Neugestaltung des Bahnhofs eingereicht oder auch für den Burgpark. Trimm-dich-Pfade oder Senioren-Fitness-Pfade waren unter anderem Ideen der Bürgerinnen und Bürger. Auch die Wiederinbetriebnahme des Burgturms als Kletter- und Spielmöglichkeit für Kinder wurde vorgeschlagen. Dieser wurde vor Jahren wegen Vandalismus geschlossen und die Rutsche abmontiert. Die Rutsche liegt noch immer auf dem Bauhof, berichtet der Bürgermeister. Auch er gibt an, sich zu wünschen, den Turm wieder öffnen zu können, doch aktuell sieht er dahingehend noch keine Möglichkeit.

Zur Zeit laufen die Auswertungen der Befragung, die dann im Dezember 2020 der Politik vorgestellt werden sollen. Im ersten Schritt sollen dann die Maßnahmen realisiert werden, die zeit- und kostengünstig sind, wie beispielsweise ein Verkehrsspiegel, um die Sicherheit für Fahrradfahrer zu verbessern. Die größeren Projekte seien planungsintensiver und benötigen entsprechend mehr Vorlaufzeit.