Die Grundschule in „Damas Salesianas“ in Masatepe, der Partnerstadt des Kreises Groß-Gerau, wurde mit Hilfe des Partnerschaftsvereins und der Schmitz-Stiftung renoviert | Quelle: Kreis Groß-Gerau

Nachrichten Groß-Gerau | Die Grundschule „Damas Salesianas“ in der nicaraguanischen Partnerstadt des Landkreises Groß-Gerau, Masatepe, liegt in dem Problemviertel „Benito Escobar“. Armut, Arbeitslosigkeit und bescheidenste Wohnverhältnisse mit Häusern aus Wellblech oder Sperrholzplatten sind kennzeichnend für dieses Viertel. Seit vielen Jahren hat der „Partnerschaftsverein Kreis Groß-Gerau – Masatepe / Nicaragua“ engen Kontakt zu dieser Schule und versucht, sie nach Möglichkeit zu unterstützen.


Kinder sollen eine Chance erhalten

„Bildung, Zuwendung und ein geschützter sozialer Rahmen sind entscheidend, damit die dort aufwachsenden Kinder eine Chance für ihr späteres Leben erhalten“, so der stellvertretende Vorsitzende Andi Rupprecht.

Deshalb reagierte der Partnerschaftsverein positiv auf den Antrag der Schule auf eine dringend erforderliche Renovierung des Gebäudes mit einem Kostenrahmen von fast 10.000 Dollar. Doch angesichts begrenzter Spendeneinnahmen des Vereins war die Finanzierung schwierig. Aus diesem Grund stellte der Partnerschaftsverein einen Antrag an den Fond für Kleinprojekte der Schmitz-Stiftung, Düsseldorf. Der Fond ist speziell für Investitionen in Ländern des Südens vorgesehen. Nach genauer Prüfung hat die Stiftung den Antrag genehmigt und 75 Prozent der Kosten übernommen. Den Rest wird der Partnerschaftsverein aus Spendeneinnahmen aufbringen.

Zahlreiche Erneuerungen konnten durchgeführt werden

So konnten die Arbeiten durchgeführt werden. Die Dachabdeckungen, durchweg schadhaft, wurden durch neue Wellblechdächer ersetzt. Die verrosteten Metallstäbe der Türen und Abgrenzungen im Eingangsbereich wurden teils ersetzt, teils abgeschliffen und neu angestrichen. Defekte Dachrinnen mussten erneuert werden, ebenso Wandpanelen, Sicherheitsgitter zum Schutz der Schüler wurden an den Treppenaufgängen angebracht. Oberhalb der Umgebungsmauern wurde Stacheldraht zum Schutz vor Einbruch und Vandalismus installiert, die unvollständige und defekte Deckenbeleuchtung konnte ebenfalls erneuert und mit LED-Lampen ausgestattet.

Die Durchführung der Arbeiten erfolgte unter der Leitung und Kontrolle der Partnerorganisation in Masatepe, mit der seit vielen Jahren eine enge Kooperation besteht. Dabei wurde auf eine lückenlose Vorlage aller Belege und eine genaue Rechnungsführung geachtet. Die Kosten der Maßnahmen beliefen sich auf insgesamt 8.760,20 Euro. Die Schulgemeinde der Grundschule ist über die Renovierung der Schule sehr glücklich und dankbar. Ein Schulfest zur Einweihung ist derzeit aus Corona-Gründen nicht möglich, soll jedoch nachgeholt werden.