Diana Kinnert und Richard David Precht erklären die Welt. Foto: ZDF/ Juliane Erich

Diana Kinnert weiß, wie die CDU sein muss, um in Zukunft zu bestehen. Noch viel größer ist Richard David Precht. Deutschlands Chefphilosoph hat schon zu allem sein Wissen geteilt. Diese Giganten des professionellen Besserwissens treffen nun in einer ZDF-Sendung aufeinander.


Diana Kinnert ist 29 Jahre alt, Publizistin und CDU-Mitglied. Doch solch profane Daten werden ihrer Bedeutung nicht gerecht. Deswegen legt das ZDF in seiner Pressemitteilung tüchtig nach: „Diana Kinnert, die schon mit 17 in die CDU eintrat und in wichtigen Vordenkergremien der CDU mitwirkt, strebt einen ,modernen Konservatismus`an, dem es gelingen soll, wieder alle Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, und der Deutschland zukunftsfähig machen soll.“ Ihre Qualifikation dafür, alle Deutschen hinter einem „modernen Konservativismus“ zu einen? „Als Digital Native weiß Diana Kinnert um die immer heterogener gewordene Gesellschaft, die sich ihre Meinung aus den sozialen Medien holt.“

Nun. Für die Vereinerin der Deutschen hinter einem modernen Konservativismus kommt nur der Größte als Interviewer in Frage: Richard David Precht. Kanzlerin Angela Merkel mag Deutschland durch die Corona-Krise geführt haben. Aber Precht hat viel Größeres geleistet. Er hat sich anschließend hingestellt und gesagt, wie man es hätte besser machen können. Der HSV könnte Deutscher Meister sein. Schalke 04 auch. Beide zusammen. Wenn die Menschen endlich mal vorher getan haben würden, was Precht hinterher sagen wird.

Diese Giganten des professionellen Besserwissens unterhalten sich nun im ZDF. Am Sonntag, 5. Juli, ab 23.40 Uhr. Merkel sollte sich schon mal einen Stift bereit halten, denn die beiden diskutieren die Frage: „Kann ein moderner Konservatismus die massiven Umwälzungen bewältigen, die uns in naher Zukunft bevorstehen? Konservatismus zeichne sich gemäß seines Vordenkers, dem Staatsphilosophen Edmund Burke, doch gerade dadurch aus, dass er auf überlieferte Institutionen und Gebräuche setze und nicht auf radikale Neuerungen.“ Es wird spannend.