Bauarbeiter wissen es schon länger: Wer sich im Verkehr als Fußgänger bewegt, muss gut sichtbar sein. Foto: Pixabay Stux

Nennig. Schutzwesten sind dringend notwendig, wenn Autofahrer auf viel befahrenen Straßen aussteigen müssen. Das gelte vor allem in der dunklen Jahreszeit, hat die Polizei gewarnt. Anlass für den Hinweis ist ein Unfall mit einem Schwerverletzten bei Nennig

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Ein Autofahrer war am Montag gegen 6 Uhr auf der B419 zwischen Nennig und Palzem unterwegs. Dabei riss er sich die Ölwanne an einem Gegenstand ab, der auf der Straße lag. Der Autofahrer hielt an, stieg aus und ging zurück, um die Ölwanne von der Straße zu entfernen und andere Fahrer nicht auch zu gefährden.

Was er nicht bedachte: Er war dunkel gekleidet und so für andere kaum rechtzeitig zu sehen. 400 Meter ging er an dem waldreichen Abschnitt der B419 entlang des Fahrbahnrandes zurück. Dann erfasste ihn ein anderes Auto, warf ihn zu Boden und verletzte ihn auf diese Weise schwer. Auch dieses Fahrzeug kam durch den Unfall ins Schleudern und stieß mit einer Leitplanke zusammen.

„Wer zu Fuß geht, muss die Gehwege benutzen“, mahnt die Polizei nach diesem Unfall. Auf der Fahrbahn dürfe nur gegangen werden, wenn ein Gehweg oder ein Seitenstreifen fehlten. Außerhalb von Ortschaften sollten Fußgänger dabei den linken Fahrbandrand benutzen. Dann erkennen sie heranfahrende Autos schneller.
Vor allem aber sei wichtig: sichtbar zu sein. „Denn gerade bei Dunkelheit oder schlechter Sicht sind Farben und Details schlecht erkennbar.“ Helle Kleidung beziehungsweise Signal- oder Neonfarben würden die Sichtbarkeit von 25 auf 40 Meter erhöhen. Reflektierende Elemente sogar auf 140 Meter. „Wer zu Fuß unterwegs ist oder auch auf dem Velo,
macht sich deshalb am besten mit reflektierenden Materialien und hellen Kleidern
sichtbar“, rät die Polizei. Das gelte auch für den Tag.