Foto: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

Der Tag für Afrika ist in der Christian-Erbach-Realschule ein besonderer Tag: Jedes Jahr im Frühjahr schwärmt die Schülerschaft aus und erwirtschaftet Geld, das in verschiedene Projekte in Afrika fließt – vor allem in der Partnerstadt Kigina, für die in der Realschule seit 2014 rund 14.500 Euro gesammelt wurden.

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„Die Realschule ist unser größter Geldgeber“, sagte Günter Frey von der AG Partnerschaft Gau-Algesheim/Kigina, einer Arbeitsgruppe, die sich um die Partnerschaft zu der Gemeinde in Ruanda kümmert. Frey war gemeinsam mit Anne Hagel und Peter Klein an der Schule zu Gast, um eine weitere Spende in Empfang zu nehmen: Fast 3000 Euro haben die Schülerinnen und Schüler gesammelt, die jetzt in Ruanda eingesetzt werden können. „Vor allem die 5. Klassen waren hier sehr eifrig dabei“, sagte Lehrerin Jutta Wirges, die den Tag für Afrika in der Realschule maßgeblich betreut.

Die AG Partnerschaft Gau-Algesheim/Kigina hat bereits viele Projekte in der Partnergemeinde unterstützt. Auf der langen Liste steht der Bau einer Schule mit drei Klassenräumen samt Ausstattung mit Mobiliar – kofinanziert durch das Land Rheinland-Pfalz. Ebenfalls finanziert wurden PC, Drucker, Kopierer und Bücherregale, didaktische Materialien wie Wandtafeln und Experimentierkästen sowie Hefte, Stifte und Solarlampen, damit die Kinder auch in der Früh einbrechenden Dunkelheit noch lesen und lernen können. Wasserzisternen wurden errichtet, Spielgeräte wie Schaukel und Hindernisparcour sowie Sportartikel wie Fußbälle, Netze und Sporttrikots gekauft, die Baumpflanzaktion „Ein Baum pro Kind“ unterstützt. Zudem wurde das Geld für einen Frauen-Workshop zum Thema „Geschlechterspezifische häusliche Gewalt“ sowie das Schulgeld für die Tochter der verstorbenen Schulleiterin eingesetzt.

Aktuell werden in Kigina 100 Familien zu den Themen Gesundheitsvorsorge und Umweltschutz geschult und beraten – in Ergänzung zu einem gerade vom Landkreis Mainz-Bingen eröffneten Bildungszentrum für Eltern im Distrikt Kirehe, zu dem Kigina gehört. Dort werden Eltern ausgebildet, die dann anschließend in ihren Dörfern wiederum andere Eltern weiterbilden, in Themen wie etwa Erziehung, Gesundheit – besonders zum Thema Aids – und häusliche Gewalt. Der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf war bei der Scheckübergabe ebenfalls dabei.  „Es ist sehr beeindruckend, wie sich die Kinder hier in Gau-Algesheim für Afrika engagieren. Das ist wirklich vorbildlich“, sagte er.

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