Nachrichten Überregional | Deutschlands größte Friseur-Kette ist laut Medienberichten insolvent. Das Amtsgericht Wolfsburg soll wohl an diesem Dienstag (01.12.2020) um 12:00 Uhr über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens entscheiden.


9200 Mitarbeiter in 1350 Salons beschäftigt

Betroffen ist die Friseurkette Klier, die zur Zeit rund 9200 Mitarbeiter in 1350 Salons beschäftigt. Hinzu kommen rund 130 Geschäfte für Haarprodukte. Nach Medieninformationen sollen von den 1350 Salons rund 450 (ein Drittel der Geschäfte) geschlossen werden. Dadurch könnten rund 15 bis 20 Prozent aller Stellen gestrichen werden.

Im Frühjahr waren dem Unternehmen aufgrund der corona-bedingten Schließungen alle Einnahmen weggefallen, die Fixkosten liefen allerdings weiter. Bereits im September hatte Klier daher ein Schutzschirm-Verfahren beantragt, um durch offene Forderungen nicht noch weitere Probleme zu bekommen.

Ziel ist eine Nachhaltige Sanierung der Klier Hair Group

Ein Sprecher des Unternehmens, erklärte gegenüber den Medien, dass die Eröffnung des Hauptverfahrens an diesem Dienstag eine erfreuliche Nachricht wäre. Damit würde das Gericht der Firma eine positive Prognose geben. Man hoffe dann, das Insolvenzverfahren Ende März abzuschließen zu können, um danach wieder Fahrt aufzunehmen. Ziel sei eine Nachhaltige Sanierung der Klier Hair Group.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Wolfsburg wird in dritter Generation familiengeführt und hatte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro erwirtschaftet.